Ann-Christin Kumm
Verführerisch, verstörend und von schillernder Gegenwärtigkeit: In ihrem Debütroman „Ultramarin“ erzählt Ann-Christin Kumm von Herkunft, Queerness, Macht und Intimität und von den feinen Verschiebungen, die Beziehungen kippen lassen. Die Sommer gehören Lou und Raf. Raf, charismatisch und unwiderstehlich, zieht alle in seinen Bann, vor allem Lou. Doch dieses Mal ist etwas anders: Nora begleitet sie an die dänische Küste. In einem alten Ferienhaus in den Dünen verbringen die drei scheinbar sorglose Tage zwischen Meer, Rauch und flüchtiger Nähe. Was wie ein unbeschwerter Urlaub beginnt, entwickelt sich langsam zu einem psychologischen Kräftemessen. Was von außen wie ein unbeschwerter Urlaub scheint, eröffnet in dieser neuen Konstellation langsam dunkle Abgründe. Und dann verschwindet Nora eines Nachmittags spurlos. Ein atmosphärisch dichter, erotisch flirrender Roman, der die dunklen Unterströmungen von Intimität freilegt und lange nachhallt.
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