Eine Veranstaltung der Reihe Danke. Gut. - frei nach Elfriede Jelineks | Krankheit oder moderne Frauen
Abschlussstück des 5. Semesters der Schauspielschule Bühnenstudio Hamburg
Ein fast klaustrophobischer Frauenraum, in dem Begehren, Selbsthass, Körper und Sprache ungebremst aufeinanderprallen. Die Männer fehlen nicht als Macht – sie wirken als internalisierte Stimmen weiter: Normen, Erwartungen, Gewalt und romantische Fantasien leben in den Frauen selbst fort.
Das Stück ist somit weniger Dialog zwischen Geschlechtern, sondern vielmehr ein monologischer Chor weiblicher Selbstzerlegung: Liebe ohne Gegenüber, Sexualität ohne Erlösung, Identität ohne Ausweg. Das alles mit weniger Konfrontation und mehr Autopsie.
Mit: Antonia Bangemann / Charlotte Kops / Lara Talea / Girao Rosado Caetano / Linda Müller / Mio Mio
Regie: Samieh Jabbar in Regieassistenz: Recha Lambio
Choreographie: Swanhild Kruckelmann
Musik: Thomas Pfeffer, Flo Ding
Foto: Kseniya Krymova