Für die Jugendbühne des Freiburger Zelt-Musik-Festival braucht es immer frische Bands. Und weil die Nachfrage das Angebot bestimmt, obwohl man ja eigentlich nur im „Haus der Jugend“ jammen wollte, streichen drei kleine Rockschweine 2022 das „H“ und sind seitdem eine Band. In den lokalen AZs, auf Straßenfesten und in Hinterhöfen Freiburgs nimmt die Geschichte ihren Lauf: Die ersten Aufnahmen kommen aus dem Proberaum („Haus der Jugend“), wo die Band weiterhin und trotz fortschreitenden Alters (etwa 25 Jahre) geduldet wird. 2024 erscheint mit „Wir zünden Papas Auto an“ die erste Studio-EP, inklusive Release Konzert im rappelvollen Lieblingsplattenladen Flight 13. Dort ist die Band sowieso irgendwie zuhause. Folgerichtig macht man deshalb die erste Platte zusammen. “für immer niemals sein wie ihr” erscheint am 25.04.25 - es gibt Aufmerksamkeit von VISIONS, ox, Trust, bierschinken,... - vor allem geht’s aber raus (!) aus der Schwarzwald-Idylle, die erste eigene Tour mit 15 Stopps von Freiburg bis Kiel. Dazu kommen Konzerte mit Bands wie Akne Kid Joe, Ersatzkopf oder ZSK. Jetzt werden neue Songs geschrieben, 2026 geht’s wieder ab
ins Studio - und vielleicht auch zu euch? <3
Eure Rockmäuse von
DAS AUS DER JUGEND
scheitern.dreitausend sind eine Indie-Rockband aus der ‚Bremer Schule‘, wie die ersten anfangen zu
sagen. Sie machen Laut-Leise Rockmusik über das Älterwerden und das Traurigsein darüber, über
das Zuhause festhängen und das Traurigsein darüber und übers Nicht-dazugehören und das
Traurigsein darüber.Die schrammelige Diskursgitarre ist immer noch genauso notwendig, wie sie es seit den 90ern war. Man will überall mitsingen, man will so große Gefühle haben, man will sich von Verzerrern die
Birne föhnen lassen, und dann quietscht dir ein Feedback in den Ohrkanal und mit einem Mal ist es
draußen so laut, wie es sich drinnen anfühlt.
„schluma“ kommen aus Hamburg. Fast die ganze Band hat sich 2023 im Studium kennengelernt – das ist natürlich ein bisschen uncool, aber halt so passiert. Für Lenny, voice of schluma, ist das Studium von Anfang an „Plan F“. Daher wird auch jede Ablenkung dankbar mitgenommen. Lenny und Peter lernen sich im ersten Semester kennen und stellen fest, dass sie zwar ganz ähnliche Musik mögen, aber sehr unterschiedlich arbeiten. Trotzdem funktioniert das sofort erstaunlich gut: Man trifft sich, redet dumm rum und schreibt dann noch schnell ein bisschen Musik und Text. Meistens so auf den letzten Metern, sicher auch ein bisschen, um zumindest das Gefühl zu haben: wir haben nicht nur gelabert, heute war gut. Musikalisch landet man dann eher zufällig irgendwo zwischen ganz frühen Tocotronic, Lemonheads, Pavement, Beach House und Anda Morts. Irgendwann entsteht dann die Idee, das vielleicht auch mal live zu spielen. Als Schlagzeuger schlägt Lenny seinen alten Schulfreund Linus vor. Die beiden hatten schon zigtausend Bandprojekte und die liegen alle irgendwo zwischen 90s Noise und Rap, der eigentlich gar kein Rap ist. Auch das findet sich irgendwie in der Musik von „schluma“ wieder. Später kommt dann Pola an der Gitarre dazu, die eigentlich ganz andere Musik macht – eher so King Krule - aber laut Eigenaussage „voll Bock hat“. Textlich geht es oft um die eigene vernebelte Birne, komische Leute in der Mensa, um Gespräche mit der Wand, ganz viel Rauchen und um so eine tiefsitzende Traurigkeit: Zeilen wie „Keine Ahnung, ob das langt, die Schnauze halten macht mich krank“ fangen dieses Gefühl schön ein. „schluma“ ist eine Abkürzung. Wofür sie steht, wird die Band nicht sagen. Dazu Lenny: „Bisher kommt der Name ganz ok an, also liegt es jetzt an uns, dem Namen Würde zu geben.“ So ein übertriebener Satz ist sehr typisch für Lenny. Eine schöne Assoziation ist sicher auch die Nähe zum Wort Schlummern. Nie ganz weggetreten, aber auch nicht so richtig da. Ein schönes Bild.