1946 ist das Jahr 1 nach Adolf Hitler. Städte liegen in Trümmern, viele leben im Elend. In Nürnberg werden führende Nationalsozialisten zum Tode verurteilt, während der Schwarzmarkt boomt. Aber es finden die ersten freien Wahlen seit 1933 statt. Die Menschen strömen in die Theater, Hildegard Knef kommt ins Kino, überall eröffnen sich neue Chancen. Die Alliierten beginnen den Besiegten zu vertrauen. Wohin mag das führen?
Aus Briefen, Tagebüchern, Reden, Artikeln und Dokumenten zeichnen die Historiker und Journalisten Rüdiger Barth und Hauke Friederichs das bewegende Panorama einer Pionierzeit. Willy Brandt, 32 Jahre alt, träumt von einer Karriere in der SPD. Beate Uhse, 26, will verzweifelten Frauen helfen. Erich Kästner, 46, sucht verlorene Kinder, die Ostpreußin Marion Gräfin Dönhoff, 36, einen Job, irgendwas mit Schreiben. Und Konrad Adenauer, 70 Jahre alt, will Deutschland endlich mit Europa versöhnen.
Der promovierte Wirtschafts- und Sozialhistoriker Hauke Friederichs aus Hamburg arbeitet als Journalist und Autor. Er ist sicherheitspolitischer Korrespondent von ZEIT ONLINE und hat zuvor als selbstständiger Journalist unter anderem für Geo Epoche, SPIEGEL Geschichte, die ZEIT u. a. gearbeitet.