Die Maschine oder: Über allen Gipfeln ist Ruh
  • Theater

© Eike Walkenhorst
© 2024 / Rocket&Wink

von Georges Perec und Johann Wolfgang von Goethe / aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Regie: Anita Vulesica

Der französische Autor Georges Perec zählt zu den bedeutendsten und innovativsten des 20. Jahrhunderts. Jeder seiner Romane folgt einem anderen formalen Konzept – fast alle genießen Kultstatus. 1968 schrieb er im Auftrag des SR/WDR ein Hörspiel, in dem eine Maschine die Aufgabe hat, ein Gedicht zu analysieren. Perec, dessen Vater im Krieg gegen die Deutschen fiel und dessen Mutter vermutlich in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde, wendet Techniken der Informationstheorie und Programmiersprache ausgerechnet auf das wohl berühmteste deutsche Naturgedicht an: »Wandrers Nachtlied« von Johann Wolfgang von Goethe. In Perecs Hörstück kommunizieren keine Menschen sondern Schaltkreise. Was dabei allerdings zu Tage tritt, ist nicht nur die analytische Arbeitsweise künstlicher Intelligenz – überraschenderweise offenbart sich in der sprachlichen De- und Rekonstruktion des Gedichts auch die Funktionsweise von Poesie. Und damit gerade die Differenz zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz. Die abstrakte Analyse der Maschine zaubert aus dem goetheschen Achtzeiler in streng formaler Ordnung immer neuen Sinn und Unsinn, immer neue semantische Schönheiten und Absurditäten hervor.

Die preisgekrönte Regisseurin Anita Vulesica, die mit »Die Maschine« ihr Debüt am Deutschen SchauSpielHaus gibt, geht in ihrer Inszenierung noch einen Schritt weiter: Bei ihr arbeitet die künstliche Intelligenz der Maschine, indem sie nach dem Wesenskern menschlicher Poesie sucht, an der Rettung der Menschen vor sich selbst und einer alles beherrschenden instrumentellen Vernunft.

Mit: Yorck Dippe, Sandra Gerling, Moritz Grove, Daniel Hoevels, Christoph Jöde, Camill Jammal
Regie: Anita Vulesica
Bühne: Henrike Engel
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik:Camill Jammal
Körperarbeit & Choreographie: Mirjam Klebel
Dramaturgie: Christian Tschirner

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
© ThisIsJulia Photography

Deutsches Schauspielhaus

Kultur in klassischer Atmosphäre genießen – im Deutschen Schauspielhaus wird den alten Meistern in neuen Inszenierungen wieder Leben eingehaucht.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN Weitere Veranstaltungen

© Theater Zeppelin

Der Bär und die Bienen
  • Theater

  • 18.05.2025
  • 11:00
  • HoheLuftschiff Kindertheater
© Sinje Hasheider

Ringel, Rangel, Rosen – Vörbi is man nich vörbi
  • Theater

  • 05.04.2025
  • 19:00
  • Ohnsorg-Theater (Studiobühne)
© Quelle: Reservix

Sherlock Holmes und der ... Stein?!

  • 23.11.2025
  • 18:00
  • Kulisse - Theater und Raum
© Oliver Fantitsch

Buddenbrooks – Eine Familiensaga
  • Theater

  • 13.04.2025
  • 19:30
  • Ohnsorg-Theater
© Foto Oliver Franke

Moin in Büsum - Begrüßung durch die Büsumer Gästelotsen
  • Theater & Bühnenkunst

  • 07.04.2025
  • 10:00
  • Watt'n Hus - Freizeit- und Informationszentrum
© links im Bild

die feisten - Das Feinste der feisten

  • 01.02.2026
  • 19:00
  • Musik- und Kongresshalle Lübeck
© © Armin Smailovic

Asche
  • Theater

  • 06.04.2025
  • 19:00
  • Thalia in der Gaußstraße
© links im Bild

Wunderkontor - "best of" Wunderzeiten 1 präsentiert von Jörg Borrmann
  • Theater & Bühnenkunst

  • 02.05.2025
  • 19:30
  • Wunderkontor in der Hafencity
© Foto: Karl Forster

Le Nozze di Figaro

  • 29.06.2025
  • 18:00
  • Hamburgische Staatsoper

Sprachen

Google translator for other languages

Please note that this is an automatic translation.
For better information, you can always switch to the German or English version

Kostenlose Hamburg-Tipps & Angebote per E-Mail!