Man könnte auch sagen: Imagination begegnet selektiver Wirklichkeit.
So sind die ausgestellten Aquarelle ausschließlich der inneren Vorstellung entsprungen. Es handelt sich dabei zum einen um Land-, Wasser- und Wolkenformationen, also um Natur, wie sie die Malerin irgendwann bereits einmal erlebt und nun in einer erinnernden Neuschöpfung zum Ausdruck gebracht hat. Eine zweite Kategorie umfasst nichtgegenständliche Formungen, die aus geometrischen und/oder floralen Elementen gebildet sind.
Die sorgfältig gewählten Farben sind jeweils zu einem harmonischen Ganzen abgestimmt und bilden auch die Grundstimmung der Bilder. Gegenständlich wie zum Beispiel „Morgenstimmung in einer überschwemmten Auenlandschaft“, oder „Nach dem Regen“, abstrakt z. B. „Fuge in Blau“ und „Fuge in Rot“.
Im Gegensatz zur freien Gestaltung im Aquarell ist der Fotograf in seinen Bildern an die Wirklichkeit gebunden. Zwar findet bei der Suche des Motivs eine ganz individuelle selektive Auswahl statt, die in der Wahl von Film und Objektiv, dann der Filmentwicklung selbst und schließlich dem Dunkelkammerprozess eine jeweils weitere subjektiv gewollte Beeinflussung der Bildaussage erfährt. Das Ergebnis ist dann das physische Bild, gebildet aus der Silberemulsion mit ihren unverwechselbaren Abstufungen vom Tiefschwarz über Grau bis hin zum reinen Weiß: zum Beispiel Stillleben, Florales, Landschaft, Architektur und auch Abstraktes mit seinen assoziativen Andeutungen.
Angesichts einer Überästhetisierung fast aller Lebensbereiche durch die mittlerweile unübersehbaren Möglichkeiten digitaler Bildgestaltungen kann die analoge SW-Fotografie Bildaussagen auf das Wesentliche reduzieren, wobei vor allem auch die Langsamkeit der bildgebenden Prozesse sehr förderlich sein kann.
Auch wenn die in dieser Ausstellung gezeigten Werke (49 Exponate) jeweils keiner gewollten thematischen Parallelität folgen, sondern eigenständige Möglichkeiten bildnerischen Gestaltens aufzeigen, so wirkt doch allein schon der Wechsel von Farbe und Schwarzweiss erfrischend und - wie wir hoffen – wiederum im Detail auch anregend.
Eintritt frei
Farbe begegnet Schwarzweiss Ausstellungen
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