Nichts Geringeres als die Vertonung der »Apokalypse des Johannes« nahm sich Franz Schmidt am Vorabend des Zweiten Weltkrieges vor. Mit einer gigantischen Besetzung und einer effektvollen spätromantischen Klangsprache zeichnet sein Oratorium »Das Buch mit sieben Siegeln« die biblischen Vision vom von der Verbreitung des christlichen Glaubens bis zum Tag des Jüngsten Gerichts nach.
In Schmidts Heimatstadt Wien wird das beeindruckende Werk regelmäßig aufgeführt; in der Elbphilharmonie erklingt es zum ersten Mal. Überhaupt schließt es nahtlos an die großen Opern und Vokalsinfonien eines Richard Strauss oder Gustav Mahler an. Damit ist die Partitur beim gebürtigen Vorarlberger Manfred Honeck in den besten Händen, der es zur Eröffnung des Internationalen Musikfests Hamburg mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester auf die Bühne bringt.
Den Interpret:innen verlangt das monumentale Oratorium Enormes ab. Für den legendären Tenor Peter Schreier war die exorbitant fordernde Partie des Johannes eine Paraderolle; in Hamburg singt nun Maximillian Schmitt den Propheten. Schmitt zur Seite steht eine Riege hochkarätiger Sänger:innen, wie etwa der Bass Tareq Nazmi, der die Stimme Gottes verkörpert, oder die Sopranistin Christina Landshamer als Mutter und Engel. NDR Vokalensemble und MDR-Rundfunkchor singen die schwierigen Chorpartien.
BESETZUNG
NDR Elbphilharmonie Orchester Orchester
MDR-Rundfunkchor Chor
NDR Vokalensemble Chor
Maximilian Schmitt Tenor
Tareq Nazmi Bass
Christina Landshamer Sopran
Catriona Morison Alt
Patrick Grahl Tenor
Gerrit Illenberger Bass
Manfred Honeck Dirigent
PROGRAMM
Franz Schmidt
Das Buch mit sieben Siegeln