Generate & Decouple: Anne Nitzpan, Susanne Gabler und Saskia Senge Ausstellungen

  • 26-12-06 Saskia Senge Saskia Senge
    © Saskia Senge

Die Gruppenausstellung zeigt aktuelle Positionen der Künstlerinnen Susanne Gabler, Anne Nitzpan und Saskia Senge.

Die Gruppenausstellung Generate & Decouple widmet sich der Beziehung zwischen Individualität und Intelligenz im Zeitalter algorithmischer Prozesse. Die drei Künstlerinnen – Susanne Gabler, Anne Nitzpan und Saskia Senge – erkunden in ihren Arbeiten die Spannungsfelder zwischen menschlicher Kreativität und technologischer Steuerung, zwischen Selbstentwurf und Entkopplung. Dabei werden Fragen nach Autonomie, Identität und künstlerischem Handeln in einer zunehmend vernetzten Welt verhandelt.

Generate & Decouple reflektiert damit zentrale Aspekte des Jahresthemas „Individualität + Intelligenz“ der Stiftungen der Sparkasse Holstein und öffnet Räume für Dialog, Irritation und Neugier.

Susanne Gabler (in Stralsund) lebt und arbeitet in Wismar. Nach ihrem Studium der angewandten Kunst an der Hochschule in Wismar realisiert sie nationale und internationale Ausstellungen in Chile, Island, Düsseldorf und in unterschiedlichen Ausstellungshäusern in Mecklenburg-Vorpommern. Sie arbeitet nicht nur künstlerisch, sondern auch kuratorisch. Sie engagiert sich als Galerieleitung für den Kunstverein Wismar und ist kulturpolitisch aktiv. Ihre Projekte und Arbeiten thematisieren existenzielle Sorgen und gesellschaftliche Fragestellungen und vermitteln diese nuanciert, sinnlich und vielschichtig, sodass Rezipient:innen ihre eigenen Narrative hinterfragen. Entstanden in situ, verbindet Gabler Gefühl und Beobachtung, entfaltet transformative Kraft und ermöglicht durch partizipative Kunstaktionen nachhaltige, unmittelbare Erfahrungen. Sie wurde 2023 für den Rostocker Kunstpreis nominiert.

Anne Nitzpan (*1990 in Kiel) lebt und arbeitet in Kiel. Nach ihrem Studium der Freien Kunst und Kunsttherapie an der HKS Ottersberg schloß sie ihre Ausbildung mit einem Master-Studium an der Muthesius Kunsthochschule 2024 in Kiel ab. Sie erhielt das Professionalisierungs-Stipendium der Stadt Kiel und das Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein. Sie verwirklichte Ausstellungen in Fischerhude, Odense (Dänemark), Hamburg, München und Kiel – um nur einige Stationen zu nennen.

Anne Nitzpan arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Performance und Film und thematisiert Trauma, Dissoziation sowie intergenerationale Erinnerung, wobei fragile Materialien, rituelle Handlungen und verkörperte Gesten das Unsagbare erfahrbar machen. Ihre Arbeiten machen Erinnerung als vielschichtiges, fließendes emotionales Wissen erfahrbar, hinterfragen Identität im Spannungsfeld von Individuum und Kollektiv und erweitern den Intelligenzbegriff um Empfindung, Verletzlichkeit und intuitive Erkenntnis.

Saskia Senge (*1985 in Gifhorn) lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte bis 2017 Bildhauerei an der HFBK Hamburg bei Prof. Thomas Demand und Prof. Dr. Hanne Loreck sowie an der China Art Academy Hangzhou bei Shui Hui und der ZHdK Zürich bei Eran Schaerf und Pauline Boudry. Sie war von 2013 bis 2017 Stipendiatin der Studienstiftung, erhielt diverse Arbeitsstipendien und war 2024 nominiert für den Paula Modersohn-Becker Kunstpreis.

In Saskia Senges Werk verbinden sich Form und Bedeutung aus Gebrauch, Handel, Erinnerung und Massenproduktion, wobei die Spannung zwischen Repräsentationssystemen und persönlichen Erfahrungen im Zentrum steht. Ihre Arbeiten funktionieren wie eine abstrakte Syntax, in der Bedeutungen durch Neukombinationen des skulpturalen Vokabulars ständig variieren und nur eine von vielen möglichen Varianten darstellen.

Veranstalter: Kulturstiftung der Sparkasse Holstein

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