Erinnerungsprojekt mit Wanderung, Film und Ausstellung zum Todesmarsch 1945 zwischen Hamburg und Kiel. Teilnehmende setzen sich aktiv mit Geschichte und Erinnerungskultur auseinander.
Der Verein „Kaltenkirchener Demokratie-Werkstatt e.V.“ lädt im April zu einer besonderen Erinnerungsveranstaltung ein. Unter dem Titel „Geschichte erwandern – auf den Spuren des Todesmarsches“ können Interessierte einen Teil des historischen Todesmarsches von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Kiel nachvollziehen und sich vor Ort mit den Ereignissen auseinandersetzen.
Die erste Etappe startet am Samstag, 18. April, um 11 Uhr am Rathaus Henstedt-Ulzburg und führt bis zum Rathaus Kaltenkirchen. Entlang der Strecke vermittelt ein digitaler Actionbound historische Hintergründe.
Am Abend findet um 18:30 Uhr im Rathaus Kaltenkirchen die Filmvorführung „Vernichtung im Laufschritt: Todesmärsche 1944/45“ statt. Der Film beleuchtet die Ereignisse der letzten Kriegsmonate und das Schicksal der Häftlinge.
Die zweite Etappe folgt am Sonntag, 19. April, um 11 Uhr von der Gedenktafel am Restaurant Wellington bis zum Bahnhof Bad Bramstedt, ebenfalls begleitet durch einen Actionbound.
Ergänzt wird das Projekt durch weitere Veranstaltungen: Am 16. April hält Dr. Reimer Möller einen Vortrag zu Gewaltverbrechen in der Endphase des NS-Regimes. Ab dem 17. April zeigt eine Ausstellung in der Stadtbücherei Kaltenkirchen Biografien von Betroffenen des Todesmarsches.
Zudem wird am 19. April eine neue Gedenktafel eingeweiht. Auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Kaltenkirchen beteiligen sich mit eigenen Beiträgen zur Erinnerungskultur.
Anmeldung per E-Mail an: kontakt@demokratie-kaki.de
Weitere Infos: www.demokratie-kaki.de