Die »erste Adresse für vokale Perfektion« nennt BR-Klassik das Huelgas Ensemble aus Belgien, das sich auf Musik um 1600 spezialisiert hat. In Hamburg präsentiert der Chor unter seinem Gründer und Leiter Paul Van Nevel ein Programm rund um das berühmte mittelalterliche Motto »Memento mori«, das an die Endlichkeit des Lebens erinnert. Dabei erklingen Klagelieder auf Persönlichkeiten der Renaissance ebenso wie liturgische Werke, die Höhepunkte der damaligen Vokalpolyphonie darstellen. Im Anschluss an das Konzert im Großen Saal erfüllen die Musiker:innen das Foyer mit Orlando di Lassos »Lamentationes feria sexta in Parasceve« – ein berührendes Nachtkonzert zum Ausklang des Abends.
Paul Van Nevel ist eine echte Koryphäe für die Chormusik der Renaissance. Der Dirigent und Musikwissenschaftler, der mal als »Hercule Poirot der Alten Musik« bezeichnet wurde, hat zahlreiche Meisterwerke wiederentdeckt, auch dank seiner profunden Kenntnis der Musikbibliotheken ganz Europas. Seit mehr als 50 Jahren schon bringt er seine Entdeckungen mit dem Huelgas Ensemble weltweit auf die Bühne. Das Ensemble hat in dieser Zeit außerdem mehr als 120 Alben aufgenommen.
BESETZUNG
Huelgas Ensemble Ensemble
Paul Van Nevel Dirigent
PROGRAMM
»Memento mori«
Loyset Compère
Hora nona dominus Jesus expiravit à 4
Andreas Pevernage
Pleurez muses / Lamento à 5
Pietro Antonio Tamburini
Sanctus - Benedictus - Agnus Dei
Guillaume Dufay
Mon chier amy, qu’aves vous empensé
Michelangelo Rossi
Per non mi dir ch’io moia à 5
Giovanni Gabrieli
Exaudi me, Domine à 16
- Pause -
Anonymus
Brumans est mort à 2 + 3
Giaches de Wert
Vox in Rama audita est
Jean Richafort
Graduale »Si ambulem«
Cipriano de Rore
Calami sonum ferentes à 4
Nicolas Gombert
Media vita in morte sumus à 6
Pompeo Cannicciari
Terra tremuit à 8
Michel-Charles du Buisson
Mortem qui stravit à 6
Nachtkonzert im Foyer:
Orlando di Lasso
Lamentationes feria sexta in Parasceve