Im Banne des Einheitsgedanken - SPD, KPD und Gewerkschaften 1945/46
- Vorträge & Diskussionsrunden
Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Befreite und Befreier? Kriegsende in Hamburg 1945“.
Dr. Christel Oldenburg, Historikerin
Grußwort: Aydan Özouz, Mitglied des Deutschen Bundestags
Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter hatten stark unter den Nationalsozialisten gelitten. Mit dem Ende des Nationalsozialismus sahen sie ihre Zeit gekommen, das deutsche Volke von den NS-Belasteten zu säubern und Deutschland neu aufzubauen. Ihr Verhältnis zur britischen Militärbehörde war ambivalent: Sie erkannten die Rolle der Briten als Befreier an, wollten sie unterstützen, zugleich aber auch Interessen der Hamburger Bevölkerung ihnen gegenüber vertreten. Das führte zu dem einen oder anderen Konflikt mit der britischen Militärbehörde, die jedoch die Argumente aus den Arbeiterbewegungen sorgsam abwog.
In der Sehnsucht nach Frieden wollten die einst verfeindeten Arbeiterparteien eine gemeinsame Arbeiterbewegung mit einer gemeinsamen sozialistischen Partei aufbauen. Der Ost-West-Konflikt zwischen den Alliierten, die eindeutige Positionierung des SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher und das undemokratische Handeln der KPD ließen schließlich den Einheitsgedanken als Illusion verblassen.
Der Eintritt ist frei. Für den ungehinderten Zugang zum Universitätscampus halten Sie bitte einen Lichtbildausweis bereit.
Kooperationspartner des Vortrags ist der Freunde und Förderer der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg e.V.
Kooperationspartner dieser Veranstaltung ist die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.
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