Was macht das Cello unter den Bläsern? Beim 6. Kammerkonzert gestalten acht Bläser und ein Cellist ein Programm, das unterschiedliche Stilrichtungen, Besetzungen und Ausdrucksformen einfühlsam miteinander verbindet. Den Auftakt bildet Andrey Rubtsovs »Three Moods for wind quintet«, das mit kontrastreichen Charakteren und zeitgenössischer Tonsprache die expressive Bandbreite der Blasinstrumente auslotet. Heitor Villa-Lobos’ Duo »Assobio a játo« spielt bereits im Titel auf eine besondere Flöten-Spieltechnik anspielt (»Jet-Pfiff«). Der intime Dialog zwischen Flöte und Violoncello lebt von großer rhythmischer Freiheit und poetischer Leichtigkeit.
Endre Szervánszkys Bläserquintett besticht durch klare Strukturen, markante Rhythmen und eine prägnante Klangsprache. Den Abschluss bildet Carl Reineckes Bläseroktett in B-Dur – ein spätromantisches Werk von reicher Klangfülle und eleganter Form, das die Blasinstrumente in vielfältigen Kombinationen zusammenführt. So entfaltet sich ein Programm, das den Bogen von zeitgenössischer Charakterstudie über kammermusikalischen Dialog bis hin zur groß angelegten romantischen Ensemblekunst schlägt.
BESETZUNG
Susanne Barner Flöte
Marc Renner Oboe
Frederik Virsik Klarinette
Elmar Hönig Klarinette
Christian Ganzhorn Fagott
Christian Elsner Fagott
Péter Gulyka Horn
Lucie Krysatis Horn
Sebastian Mirow Violoncello
PROGRAMM
Andrey Rubtsov
Drei Moods für Bläserquintett
Heitor Villa-Lobos
Assobio a jato für Flöte und Violoncello
Endre Szervánszky
Bläserquintett Nr. 1
Carl Reinecke
Bläseroktett B-Dur op. 216