2018 beschloss die Hamburger Bürgerschaft die Praxis der Berufsverbote durch den „Radikalenerlass“ von 1972 zu „bedauern“. Doch das bedauern selbst ist nur von kurzer Dauer: Im Oktober 2025 beschloss der Hamburger Senat die Einführung einer Regelanfrage beim Verfassungsschutz. Neueinstellungen in den öffentlichen Dienst sollen mittels einer Verfassungsschutzanfrage auf „verfassungsfeindliche Aktivitäten“ überprüft werden.
Die fünfte Ausgabe der Reihe Kultur & Kampf beschäftigt sich mit den Berufsverboten damals, sowie der Androhung von Berufsverboten heute. Doch nicht nur im öffentlichen Dienst herrscht Einschüchterung. Auch in der Kultur sehen sich immer mehr Kunstschaffende mit Absagen, Ausladungen und Einschüchterung konfrontiert. Im Gespräch mit Arian Nuri vom ‚Hamburger Bündnis gegen Berufsverbote‘ sowie Jonas Rahm, dem Vorsitzenden von Ver.di Kunst und Design werden die beiden Szenarien in einen Kontext gesetzt, um zu schauen, wie sich der Widerstand gegen regressive Politik organisieren lässt.
Gerahmt wird der Talk von Musik durch Asal Karimi (Geige) und David Mohr (Gitarre und Gesang).
Eintritt gegen Spende
Einlass ab 19:00 Uhr | Start 19:30 Uhr
Fotocredits: Gabriela Valdespino, Privat, Martin Lamberty