Rasa Bugavicute-Pece und Andris Kalnozols stellen ihre Romane vor
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Rasa Bugavicute-Pece und Andris Kalnozols stellen ihre Romane vor
Das Literaturhaus schaut nach Norden, aber nicht nach Skandinavien, wie zuletzt bei den Nordischen Literaturtagen 2025, sondern ins Baltikum. In Lettland gibt es eine vibrierende Literaturszene, die mit hoher Qualität und Originalität punktet. Nach Hamburg reisen zwei der interessantesten lettischen Autor*innen, die sowohl für das Theater als auch Prosa schreiben und in ihren Romanen von zwei eindrücklichen Helden erzählen: Rasa Bugavicute-Pece schreibt in »Der Junge, der im Dunkeln sah« (Mirabilis, Übersetzung: Lil Reif) von Jekabs, der schon als Kind Verantwortung übernehmen muss, um seinen blinden Eltern durch den Alltag zu helfen. Zudem ist er mit den hohen Ansprüchen seiner Mutter an ein »ideales Kind« konfrontiert. Rasa Bugavicute-Peces Stücke werden international gespielt, außerdem schreibt sie Drehbücher für Filme und Serien.
Andris Kalnozols’ Protagonist Oskars im Roman »Kalender« (Edition Fototapeta, Übersetzung: Sven Otto) ist ein wenig eigenartig. Seine Gedanken folgen häufig einer naiven Logik, gleichzeitig kann er sich jedes Datum merken – daher sein Spitzname, »Kalender«. Im Laufe eines Jahres entwickelt sich Oskars aufgrund seiner Fähigkeiten zum Zentrum eines skurrilen Freundeskreises und findet seinen eigenen Weg. Andris Kalnozols’ Stücke werden am Lettischen Nationaltheater und weiteren Häusern aufgeführt. »Kalender« ist sein Debütroman.
Moderation: Tatjana Vogel
Mit freundlicher Unterstützung von Latvian Literature
Foto (Bugavicute-Pece) (c) Kristaps Kalns
Foto (Kalnozols) (c) Indre Mažeikiene