Am 8. Februar 2026 hätte die Worpsweder Malerin Paula Modersohn–Becker ihren 150. Geburtstag gefeiert. Zu ihren Lebzeiten kaum anerkannt, gilt sie heute als Vorläuferin der Moderne. Um diese Künstlerin zu würdigen, hat die Flussschifferkirche den Hamburger Kunsthistoriker Dr. Hans Thomas Carstensen eingeladen. Unterhaltsam und klug wird er über ihr Leben und Werk erzählen. Zu seinem Vortrag sagt er: „Die Künstlerin (1876 – 1907) gilt heute als berühmteste Malerin der Worpsweder Künstlerkolonie, doch zu ihren Lebzeiten wurde sie dort nie akzeptiert: „Verstanden wird sie hier von keinem“, notiert ihr Ehemann Otto Modersohn in sein Tagebuch.
Frühzeitig begreift sie, dass sie ihre künstlerische Perspektive erweitern muss, und sie träumt von neuen Horizonten: „Ich glaube, ich werde mich von hier fortentwickeln.“
Paulas kurzes, intensives Leben zwischen norddeutscher Provinzialität und Pariser Weltläufigkeit ist geprägt von ihrem Ringen um künstlerische Entwicklung und Eigenständigkeit – und steht damit auch für die beginnende Emanzipation der Frauen und ihren Kampf für eine selbstbestimmte Existenz.“
Der Kunsthistoriker Dr. Hans Thomas Carstensen hat über Rembrandts Beziehungen zum Judentum promoviert. Er ist in ganz Deutschland unterwegs als Erzähler von Kunstgeschichten, in denen Leben, Werk und historisches Umfeld großer Künstler*innen als spannende Geschichte präsentiert werden. Mittlerweile hat er über 2200 Vorträge gehalten.
Einlass ab 18:30 Uhr.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Anmeldungen nicht erforderlich, Reservierung nicht möglich.