Wer künstlerisch arbeitet, schaut genau hin – auf das eigene Werk und auf das der anderen. Maria Wallenstål-Schoenberg lädt drei Kolleginnen zu einer gemeinsamen Ausstellung ein. Hier begegnen sich Künstlerinnen auf Augenhöhe, in Selbstreflexion und Anerkennung zugleich.
Farbe und Form sind für sie autonome Motive, die nichts anderes meinen als sich selbst. Dieser konkrete Blick vereint die vier Positionen, ebenso wie die Sensibilität für die Stofflichkeit des verwendeten Materials. Farbe, Leinwand, Papier und Stahl werden selbst zum Inhalt. Spachtel, Pinsel und Rakel ziehen Spuren in die Farbe und verändern ihre Struktur. Gerissene Papierränder setzen weiche Linien in den Raum. Geschwungene Stahlbänder erscheinen mal glänzend schwarz und mal samtig erdfarben. Intellektuell reflektiert und sinnlich zugleich öffnen die Kunstwerke unseren Horizont, erzählen von Licht, Farbe und Raum.