Streichinstrumente oder Klavier sind als klassische Soloinstrumente seit Jahrhunderten etabliert und auch die sinfonischen Blasinstrumente sind bisweilen solistisch mit Orchester zu erleben. Das Saxofon hingegen verbindet man meist mit Jazz oder Pop, obwohl es im 19. Jahrhundert von Adolphe Sax durchaus vor dem Hintergrund entwickelt wurde, der Farbpalette des Sinfonieorchesters eine neue Nuance hinzuzufügen. Dort fand es jedoch nur sporadisch Verwendung. Umso außergewöhnlicher ist das Konzert für Saxofonquartett und Orchester von Philip Glass, das beim Schleswig-Holstein Musik Festival 1995 uraufgeführt wurde.
Mit seiner minimalistischen Tonsprache und dem rhythmischen Drive bietet Glass der eindrucksvollen Farbigkeit der Saxofone die perfekte Bühne. Den Auftakt zu diesem besonderen Solokonzert bildet die Bläserserenade von Richard Strauss, mit der dieser an die Serenadentradition der Klassik anknüpft. An klassischen Traditionen orientiert sich auch Antonín Dvořák in seiner Achten Sinfonie, wobei seine Musik doch eine unverkennbare Handschrift trägt: Sowohl das Kolorit seiner böhmischen Heimat als auch Anklänge an Piotr Tschaikowsky, den Dvořák zu dieser Zeit kennenlernte, prägen dieses ungemein heitere Spätwerk.
BESETZUNG
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Orchester
Kebyart Saxofonquartett
Pere Méndez Sopransaxofon
Víctor Serra Altsaxofon
Robert Seara Tenorsaxofon
Daniel Miguel Baritonsaxofon
Eun Sun Kim Dirigentin
PROGRAMM
Richard Strauss
Serenade für Blasinstrumente Es-Dur op. 7
Philip Glass
Saxophone Quartet Concerto
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88