Die Möglichkeit, Ludwig van Beethoven neu zu entdecken und als Kraftfeld, Gefühl und universelle Sprache zu erleben, bietet sich nicht nur in der Auseinandersetzung mit seinen Sinfonien. Zu den Höhepunkten seines sinfonischen Schaffens zählt zweifellos auch sein Violinkonzert, das seit seiner Entstehung im Jahr 1806 fester Teil des Repertoires geworden ist und somit immer wieder neu befragt und interpretiert wird. Zahlreiche Komponist:innen und Solist:innen schrieben seit dieser Zeit eigene Kadenzen für die Solovioline, darunter auch Alfred Schnittke, dessen Version die weltberühmte Midori im Rahmen der Reihe »ZeitenLos« zu Gehör bringen wird. Ein ebenso spannendes wie unterhaltsames Spiel mit Zeitebenen und Stilen findet sich in der »Symphonie classique« von Sergej Prokofjew, einer humorvollen Überschreibung des klassischen Stils, sowie in Schuberts »Tragischer«, in der sich der Zeitgenosse Beethovens mit dem übergroßen Vorbild auseinandersetzt.
BESETZUNG
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Orchester
Midori Violine
Omer Meir Wellber Dirigent
PROGRAMM
ZEITENLOS¹⁸⁰⁶
Ludwig van Beethoven
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Sergej Prokofjew
Sinfonie Nr. 1 D-Dur op. 25 »Symphonie classique«
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 »Tragische«