Mit ihrem Oratorium »Über Liebe und Hass« schuf Sofia Gubaidulina, eine der bedeutendsten zeitgenössischen Komponistinnen, ein musikalisches Spiegelbild unserer Gegenwart: »Ich habe sehr alte Texte aus der Bibel ausgewählt, um etwas Universelles zu schaffen und zu zeigen, dass die Extreme von Liebe und Hass immer existierten. Doch diese Kluft scheint mir heute unüberwindlicher als je zuvor«, so die Komponistin. Entstanden ist ein Werk, das nicht nur Klangräume öffnet, sondern existenzielle Fragen stellt. In vier Solostimmen, zwei Chören und großem Orchester entfaltet sich eine Dichte von Klang und Sinn, die in eindringlichen Psalm‑ und Gebetstexten den Gegensatz zweier Urkräfte reflektiert: Liebe und Hass – universelle Triebfedern menschlichen Handelns.
BESETZUNG
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Orchester
Audi Jugendchorakademie Chor
LauschWerk Chor
Krassimira Stoyanova Sopran
Michael Schade Tenor
Andrei Bondarenko Bariton
Tobias Kehrer Bass
Omer Meir Wellber Dirigent
Martin Steidler Einstudierung
Sonja Lachenmayr Einstudierung
PROGRAMM
Sofia Gubaidulina
Über Liebe und Hass