Spucken wir auf Hegel
Denkwerkstatt
Barletti/Waas
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„Wir haben 4000 Jahre lang zugeschaut, jetzt haben wir es gesehen.“
Mit dem Manifest der italienischen Feministin Carla Lonzi eröffnen Lea Barletti und Werner Waas einen Abend des kämpferischen Infragestellens und des tastenden Erkundens gleichberechtigter Beziehungen. Als roter Faden dienen vier Gespräche, in denen die Vordenkerin des philosophischen Feminismus mit ihrem Partner Pietro Consagra über Kunst, Liebe, Gleichheit und Machtverhältnisse diskutiert. Lonzis Schlusswort: „Geh nur!“ Daneben Briefe, Träume und Gedichte aus ihrem Tagebuch „Schweig, nein rede“.
Eine Reise durch fünf Jahrzehnte Feminismus, Philosophie, Familie, Religion und Marxismus als immer noch hochaktueller Prozess der Selbstbewusstwerdung. Lieder, Musik, Gespräche und Pausen strukturieren das gemeinsame Nachdenken. Das Publikum erwartet keine fertige Erzählung; es sitzt im selben Denkraum – auf den Spuren von Carla Lonzi und aller anderen Frauen, die dem Wahnsinn patriarchaler Machtausübung etwas entgegensetzten.
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Dauer: ca. 2,5 Stunden, mit Pause
Sprache: Deutsch und Italienisch (mit Übertiteln)
Access Info: Ein zwangfreier Abend. Wir lesen, wir erzählen, wir spielen, hören gemeinsam Musik, reden, um uns der Figur Carla Lonzis anzunähern. Man kann aufstehen, herumgehen, essen, trinken, auf die Toilette gehen.
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Spiel, Dramaturgie, Regie: Lea Barletti, Werner Waas / Pausen-DJ: Harald Wissler / Originalmusik: Mareike Hube / Raum: Elke Graalfs
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Gefördert durch eine NFT-Netzwerk-Residenz am TD Berlin. Ermöglicht durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten für Kultur und Medien. Koproduktion: TD Berlin. Das Gastspiel wird gefördert durch die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung, die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die LICHTHOF Stiftung.