anschließend: Das Phänomen Pynchon – Phantom, Genie, Avantgardist
Gespräch mit: Nikolaus Stingl (Übersetzer) und Jens Harzer;
Beiträge von Elfriede Jelinek (Nobelpreis 2004), Denis Scheck
Gesprächsleitung: Joachim Lux
Das Harbour Front Literaturfestival hat sich in allerletzter Minute exklusiv die Leserechte fur das neueste und möglicherweise letzte Buch des geheimnisvollsten Autors der Welt, Thomas Pynchon, gesichert. Wir freuen uns! Einst beruhmt geworden mit „Die Enden der Parabel“ (1973) ist der ebenso vollkommen unbekannte wie weltberuhmte amerikanische Autor bis heute Gerucht, Phänomen und – ja – „Phantom“ („Die Zeit“): Es gibt nahezu keine Fotos von ihm, keine Interviews – nichts. Und das seit Jahrzehnten. Ein Jemand und Niemand wie der Streetart-Kunstler Banksy, radikal hinter seinem Werk und seinem Witz verschwindend, als ob es ihn gar nicht gäbe.
„Schattennummer“ spielt Anfang der Dreißiger Jahre während der großen Depression in den USA, Al Capone sitzt gerade im Knast. Ein Privatdetektiv nimmt einen Routinejob an, der zu einer wilden Odyssee durch halb Europa ausufert. Bald steckt er bis zum Hals in Verwicklungen mit Nazis, sowjetischen Agenten, britischen Gegenspionen, Swing-Musikern und Liebhabern paranormaler Praktiken. Ob ihm die Ruckkehr in die normale Welt gelingt? Ob es diese uberhaupt noch gibt?
Jens Harzer ist Träger des Ifflandrings in der Nachfolge von Bruno Ganz, war sechzehn Jahre Ensemblemitglied des Thalia Theaters, mehrfach „Schauspieler des Jahres“, Teil von „Babylon Berlin“ und ist einer der besten Literaturinterpreten
unserer Zeit.
Im anschließenden Gespräch erforscht der hochkarätige Pynchon- Übersetzer und Spezialist Nikolaus Stingl gemeinsam mit Jens Harzer Pynchons jüngsten Roman. Dabei wird es natürlich auch um das Phämomen bzw. um das „Phantom“ (DIE ZEIT) Pynchon und seinen künstlerischen Kosmos gehen. Gesprächsleitung: Joachim Lux Weitere Beiträge sind von Denis Scheck und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Elfriede Jelinek ist eine der wenigen Frauen, die sich von Anfang an für den Avantgardisten interessiert hat. Bereits 1976 begann sie, Pynchons „Gravity‘s Rainbow“ zu übersetzen. Sie nannte das Buch „Die Enden der Parabel“ – ein kongenialer Titel, der Mathematik und Poesie zusammen dachte, und bis heute Bestand hat. Als sie 2004 den Literaturnobelpreis bekam, sagte sie: „Es ist ein Witz, dass er den Nobelpreis nicht hat, und ich ihn habe.“
Thomas Pynchon wurde 1937 in Long Island geboren und lebt in New York. Er studierte Physik und Englisch an der Cornell University, später schrieb er für Boeing technische Handbücher und verschwand. Seine Bücher, unter anderem „Die Enden der Parabel“ („Gravity’s Rainbow“), „V,“, „Gegen den Tag“ und „Natürliche Mängel“ („Inherent Vice“) sind die einzigen öffentlichen Spuren seiner Existenz.
Thomas Pynchon - Lesung mit Jens Harzer Lesungen
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