Liebe als politische Kraft – Peggy Mädler und Daniel Schreiber im Gespräch
ZUVERSICHT (3/4) – LIEBE ALS POLITISCHE KRAFT
Peggy Mädler und Daniel Schreiber im Gespräch
Unser Zusammenleben ist wieder von mehr Gewalt geprägt. Dies führt bei vielen Menschen zu einem Ohnmachtsgefühl und zum Rückzug ins Private. Dabei wissen wir genau, dass es gerade jetzt auf aktiven Widerstand ankommt, auf gemeinschaftliches Handeln. Doch wie gelingt es, zu einer Haltung zu finden, die dem sich ausbreitenden Klima des Hasses etwas entgegenzusetzen vermag? Darüber diskutieren in der Reihe »Gebundenes Leben«, die Literatur und Wissenschaft zum Thema Zuversicht verbindet, Peggy Mädler und Daniel Schreiber.
Mit »Nüchtern«, »Zuhause«, »Allein« und »Die Zeit der Verluste« hat Daniel Schreiber eine neue Form des literarischen Essays geprägt. In seinem aktuellen Buch »Liebe! Ein Aufruf« (Hanser Berlin) zeigt er einen radikalen Weg auf: die Rückbesinnung auf eine Idee der Liebe als politische Kraft. Anhand politischer, philosophischer und sozialhistorischer Beispiele macht er deutlich, dass diese Vorstellung die größten politischen Revolutionen angestoßen hat.
Die Autorin, Dramaturgin und promovierte Kulturwissenschaftlerin Peggy Mädler entfaltet in ihrem neuen Roman »Selbstregulierung des Herzens« (Galiani) ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wiedervereinigten Deutschland. Während die einen versuchen, ihren Staat von innen zu reformieren, fliehen andere desillusioniert in den Westen.
Moderation: Christoph Bungartz
Die vierteilige Reihe »Gebundenes Leben« findet in Kooperation mit der Körber-Stiftung statt.