Köhlbrandbrücke

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    © Christian Spahrbier

Die Köhlbrandbrücke ist die wichtigste Verbindung in den Hamburger Hafen und eines der Wahrzeichen der Stadt.

Erbaut: 1974
Lage: Zwischen Steinwerder und Wilhelmsburg im Osten und Waltershof und Altenwerder im Westen bildet die Köhlbrandbrücke die Verbindung über die Süderelbe
Besondere Kennzeichen: Der Hafen, das Herz der Stadt, liegt der Brücke zu Füßen

Seit sechs Jahren fährt Rüdiger Schuer Busse für die Hamburger Hochbahn, die Linie 151 ist eine von dreißig, die sein Betriebshof bedient, und sie ist die einzige Linie in ganz Hamburg, die über die Köhlbrandbrücke führt. Knapp vier Kilometer zieht sich die Brücke über den Containerhafen, mehr als 45.000 Fahrzeuge überqueren hier täglich den Südarm der Elbe, der hier Köhlbrand heißt.

Als die Brücke am 20. September 1974 eingeweiht wurde, kamen 600 000 Hamburger zur Eröffnung. Viele hüten noch die Erinnerungsmedaille in einer Schublade. Manchen ist die Köhlbrandbrücke der liebste Teil ihres Arbeitswegs, trotz der ständigen Staus. Manche schwärmen von Sonnenuntergängen hinter den Hafenkränen, vom Bürofensterblick auf die Brücke in der Dämmerung und von Nachtfahrten mit aufgedrehtem Autoradio, wenn sich die Lichter von Hafen und Brücke im Wasser spiegeln.

Zwanzig Minuten nach Abfahrt am S-Bahnhof Wilhelmsburg rollt Rüdiger Schuers Bus auf die Brücke, da öffnet sich das ganze Panorama: weit hinten die Elbphilharmonie, manchmal das Riesenrad des Doms und zwischen den Hafenkränen spielzeugklein der Altenwerder Kirchturm, das Einzige, was vom Stadtteil Altenwerder übrig blieb, als die Brücke gebaut und der Hafen erweitert wurden.

Schuer wohnt in Lüneburg und ist Hamburger Lokalpatriot. Wer das Glück hat, mit ihm zu fahren, braucht keinen Stadtführer. Schuer zeigt Touristen die Flutmarke am Wilhelmsburger Rathaus, die an den Wasserstand bei der Sturmflut von 1962 mahnt, oder den "Erzengel", den schwerstbeladenen Güterzug Europas, der mehrmals täglich mit mehr als 5000 Tonnen Ladung vom Hafen ins Stahlwerk nach Salzgitter pendelt. Empfiehlt, in Waltershof umzusteigen in die Linien ins Alte Land oder durch den Neuen Elbtunnel nach Altona, mit Landungsbrücken und Fischmarkt. Eine Fahrt mit Schuers Bus ist eine Stadtrundfahrt für 2,80 Euro.

Von den Plänen, die Köhlbrandbrücke 2028 abzureißen, um Platz für immer größere Containerschiffe zu machen, hält er übrigens nichts. Die Köhlbrandbrücke, sagt Rüdiger Schuer, gehört zu Hamburg wie der Michel und die Landungsbrücken. Ein Wahrzeichen.

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