Was bedeutet es, Mutter zu sein, wenn Krieg den Alltag bestimmt? Wie lassen sich Liebe, Angst und Hoffnung miteinander vereinbaren, wenn das Leben gewalttätig aus den bisherigen Bahnen gerissen wird?
2-1=450 ist ein dokumentarisch-poetischer Text der ukrainischen Autorin Julia Gonchar. Im Nachtasyl des Thalia Theaters entsteht daraus ein Abend zwischen Wochenbett und Bahnhofswartesaal, zwischen persönlichem Ausnahmezustand und europäischer Gegenwart. Vielstimmige Erinnerungen und dokumentarische Fragmente verweben sich zu einer Suche nach Sprache für das Leben im Krieg. So zerbrechlich wie die Fontanelle eines Neugeborenen wird dabei die Frage nach dem Überleben verhandelt: Was können und müssen wir fühlen? Was müssen wir aushalten, und woran müssen wir zerbrechen?
Am 13. Dezember 2026 wird aus dem intimen Theaterabend zugleich ein geteilter Moment zwischen Hamburg und Kyiv: Die Premiere wird live für das Publikum in Kyiv gestreamt.
Eine Koproduktion von zweifrauentanzen, dem Ballhaus Prinzenallee und dem Nachtasyl im Thalia Theater.
Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung und die Claussen-Simon-Stiftung.