Demokratie unter Druck, Protest in Bewegung - Was wir von No Kings und Anti-ICE lernen können Vorträge & Diskussionsrunden

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Millionen von Menschen protestieren derzeit in den USA – gegen autoritäre Entwicklungen, gegen die Abschiebungspolitik und für demokratische Mitbestimmung. Die No-Kings-Bewegung und die Proteste gegen die Einwanderungsbehörde ICE werfen Fragen auf, die auch uns betreffen:

Wie gelingt Mobilisierung unter wachsendem politischen Druck? Wie kann gegen autoritäre Politik mit demokratischen Mitteln mobilisiert werden? Und wie bleibt Protest wirksam, wenn die Spielräume kleiner werden?

Hinter diesen Protesten stehen grundlegende Fragen nach Demokratie, Macht, Zeit und Freiheit. Mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind diese Fragen aktueller denn je.

Die Salonreihe "Bewegte Gespräche" verbindet erneut Diskussion, Kunst und Musik:

Mit Dr. Ella Müller (Campact), Elaine Thomas (US-Aktivistin, u.a. NoKings) und Assoc. Prof. Peter N. Funke (University of South Florida, ipb) diskutieren wir über die Lehren aus politischen Engagement und Protest, während die Hamburger Comiczeichnerin Larissa Bertonasco die zentralen Gedanken des Abends in einem Graphic Recording festhält und die Hamburger Illustratorin Chris Campe unser Bühnenbild mit ihren preisgekrönten Demoschildern bereichert. Die Hamburger FLINTA-DJ e_lane_ gestaltet den Salon mit einem Set, das nicht nur begleitet, sondern Begegnungen und Gespräche in Bewegung bringt. Gastgeberin, Kuratorin und Moderatorin ist Dr. Nina Wienkoop (Vorstand, Institut für Protest- und Bewegungsforschung).

Ein Abend für alle, die spüren, dass dies ein entscheidender Moment für unsere Demokratie ist um von den Erfahrungen in den USA zu lernen - und aus der Ohnmacht in kollektive Handlungsmacht zu kommen.

Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung - Plätze sind begrenzt:

https://cloud.freiheitswolke.org/apps/forms/s/CYKmtQa48ANyYEkdpsFcJMHx

Gäste & Gastgeberin

Dr. Ella Müller ist Leiterin des Thinktanks Rechtsextremismus (TTrex) von Campact e.V., davor leitete sie fünf Jahre lang das transatlantische Demokratie-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington D.C.. Sie ist Historikerin und promovierte an der Universität Freiburg über Anti-Umweltbewegungen und rechte Mobilisierung in den USA. Ihre Schwerpunkte liegen in der Radikalisierung reaktionärer Kräfte und der Analyse rechter politischer Bewegungen von den 1960er Jahren bis heute.

Elaine Thomas wurde in Washington, D.C. geboren, ist Mitbegründerin und Leiterin der AFROTOPIA BLACK ACADEMY in Hamburg sowie Dozentin an der Volkshochschule und Spoken-Word-Performerin. Sie ist außerdem Co-Lead für Events beim Democrats Abroad Global Black Caucus, organisiert politische und kulturelle Veranstaltungen, beteiligt sich an Protesten und Rallies — unter anderem an den aktuellen NO KINGS-Protesten — und initiiert kleinere zivilgesellschaftliche Aktionen im Sinne von "tiny acts of resistance".

Peter N. Funke ist außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der University of South Florida. Dort lehrt er zu sozialen Bewegungen, Europa, Entwicklungspolitik, globale politische Ökonomie und Marxismus und leitet das Auslandsstudienprogramm „Germany Beyond the Classroom“. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf sozialen Bewegungen und kontroverser Politik, Kapitalismus und Klasse sowie Medien und Technologie. Er ist zudem Mitglied am Institut für Protest- und Bewegungsforschung

Dr. Nina Wienkoop ist Wissenschaftlerin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg und Vorstandsmitglied am ipb. Ihre Expertise dreht sich um kollektive Handlungsmacht, Zukünfte der Demokratie, Protest und Staatsreform. Zuletzt leitet sie zusammen mit Dr. Lisa Bogerts die Studie zu den Protesten gegen Rechtsextremismus. In Hamburg kuratiert und moderiert sie die Salonreihe „Bewegte Gespräche“ im Nachtasyl des Thalia Theaters.

Dies ist ein Eintrag aus der Veranstaltungsdatenbank für die Metropolregion Hamburg.
Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.
Nachtasyl
© Nachtasyl

Nachtasyl

Ganz oben im Thalia Theater befindet sich ein Raum, der seit einigen Jahren zu den herausragenden Kulturstätten der Stadt gehört.

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