Dunkle Inselgeschichte, wahre Schicksale und Erinnerungen, die geblieben sind: Autorin Nadine Witt nimmt ihre Gäste mit in den Fall des Frauenmörders Arwed Imiela, der Ende der 1960er-Jahre auch auf Fehmarn seine Spuren hinterließ. Eine True-Crime-Lesung, die Vergangenheit aufarbeitet und zugleich den Blick auf ein Thema richtet, das bis heute aktuell ist: Gewalt gegen Frauen.
Was geschah Ende der 1960er-Jahre wirklich auf Fehmarn? Autorin Nadine Witt nimmt ihre Gäste mit in einen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt steht Arwed Imiela, der als „Blaubart von Fehmarn“ bekannt wurde und dessen Taten bis heute nachwirken.
Nadine Witt hat den Fall über Jahre hinweg intensiv recherchiert, zahlreiche Gespräche mit Menschen geführt, die Imiela persönlich kannten, und ihre Erinnerungen bewahrt. In der historischen St.-Jürgen-Kapelle verbindet sie Auszüge aus ihren Büchern mit Hintergründen, alten Berichten und persönlichen Einblicken in ein dunkles Kapitel der Inselgeschichte.
Dabei geht es nicht nur um den Täter. Die Lesung schlägt bewusst eine Brücke in die Gegenwart und richtet den Blick auch auf Gewalt gegen Frauen, Manipulation, Scham und Schweigen und auf die Frage, warum es Betroffenen bis heute oft so schwerfällt, sich anzuvertrauen oder Hilfe zu suchen.
Eine Lesung gegen das Vergessen, für mehr Aufmerksamkeit, Mut und Menschlichkeit.
Montag, 24. August 2026 | 17:00–18:00 Uhr
St.-Jürgen-Kapelle, Kapellenweg 13, Burg auf Fehmarn