»Ein Mann kommt aus dem Krieg. Einer von denen, die nach Hause kommen und die dann doch nicht nach Hause kommen, weil für sie kein Zuhause mehr da ist.«
Er ist müde, aber er kann nicht schlafen. Er will sterben, aber selbst der Tod will ihn nicht. Für die nach Neuanfang und Vergessen lechzende Nachkriegsgesellschaft werden der versehrte Körper und die gebrochene seelische Verfassung des Kriegsheimkehrers Beckmann zum Symptom einer Erfahrung, der sie keinen Ort zugestehen will. Wie in einer Gesellschaft leben, die mit dem Dunkeln, der Scham und der Schuld nichts zu tun haben will? Auf seiner Suche nach Wärme hofft er, das große Schweigen zu durchbrechen.
Im November 1947 feierte Draußen vor der Tür in Hamburg Uraufführung und avancierte zu einem der wichtigsten Dramen der Trümmerliteratur. In seinem Werk verarbeitet Wolfgang Borchert (1921–1947) auf einzigartige Weise die deutsche Nachkriegsgesellschaft.