Wir feiern die Demokratie!
In Zeiten, in denen antidemokratische und völkische Stimmen lauter werden, autoritäres Denken zunimmt und gesellschaftliche Ausgrenzung wieder Raum gewinnt, braucht es Orte der Begegnung, des Austauschs und der gemeinsamen Freude. Kultur kann diese Orte schaffen: Sie bringt Menschen zusammen, eröffnet neue Perspektiven und schafft
Verbindungen, wo sonst Grenzen entstehen. Deshalb feiern wir ein Fest für die Demokratie, für eine offene, plurale Gesellschaft – und für das, was uns miteinander verbindet.
17.30 Uhr
PODIUM ÜBER HEIMAT
Eröffnet wird das Fest der Demokratie mit einem Gespräch zum Thema »Heimat« und seinen verschiedenen Bedeutungen: Heimat als Versprechen, Sehnsuchtsort und Hafen der Zugehörigkeit – als etwas, das sich in einer pluralen Gesellschaft immer wieder neu formt. Die Autorin Mithu Sanyal (Identitti, Antichristie) stellt in ihrer Keynote den Heimatbegriff in den Kontext der aktuellen politischen Lage. Anschließend kommen Autor*innen ins Gespräch, deren Werke sich mit dem Neben- und Miteinander vieler Heimaten befassen. Der politisch aufgeladene Heimatbegriff wird dabei aus der Perspektive der Kunst- und Literaturschaffenden beleuchtet. Auf dem Podium diskutieren Adriana Altaras (Doitscha. Eine jüdische Mutter packt aus), Caren Jeß (To My Little Boy, dem Stück des Jahres 2026), Ilija Trojanow (Weltensammler, Nach der Flucht) sowie Mithu Sanyal. Es moderiert die in Hamburg lebende Autorin und Literaturkritikerin Laura de Weck (Emma lügt, Politik und Liebe machen). Begleitet wird das Programm mit dem RUF DES HEIMAT(EN)CHORS: Rund hundert junge Stimmen präsentieren auf der großen Bühne eine Performance der Verbundenheit und setzen ein Zeichen gegen Ausgrenzung. Anschließend gibt es Musik und heimatliche Speisen im Foyer: Von Kartoffelsalat und Matjesbrötchen über Mezze, Tsatsiki, Bagels und Pastrami.
20.00 Uhr
SING’S MIR – WUNSCHKONZERT MIT DEM ENSEMBLE
Im zweiten Akt des Demokratischen Oktoberfestes verwandelt sich die große Bühne in ein musikalisches Wunschkonzert. Als demokratische Gesellschaft wollen wir laut und deutlich jeder Spaltung entgegentreten – und dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Das Ensemble des Thalia Theaters bringt die Song wünsche des Publikums mit viel Witz und Tiefsinn auf die Bühne. Das Publikum ist eingeladen, im Vor feld der Veranstaltung einen Songwunsch sowie einen Brief zu schicken. Was bedeutet Ihnen der Song, welche Erinnerungen und Wünsche in Bezug zu Heimat löst er bei Ihnen aus – egal, ob das Lied direkt davon handelt oder ob Sie es damit assoziieren. Einsendungen sind noch bis zum 18.9. per E-Mail an singsmir@thalia-theater.de möglich. Welche Songwünsche es dann tatsächlich auf die Bühne schaffen, erleben Sie am 3. Oktober live im Thalia Theater.