Ryoji Ikeda ist bekannt als elektronischer Tüftler, der Licht, Pixel und Daten zu großen Klanginstallationen komponiert. Wie bewegt sich ein digitaler Klangkünstler in einer analogen Welt aus Streichern und Schlagzeug? Das Ensemble Modern, seit Jahrzehnten am Puls der Zeit, begibt sich auf eine meditative Reise durch Ikedas harmonische Welt.
Unter dem nüchternen Titel »music for strings« versammeln sich drei Duos (»Mirror«) und zwei Werke für neun Streicher zu einer kontemplativen Klanglandschaft. In »Mirror« beginnen zwei Musiker:innen an einem langen Tisch, nähern sich spielend einander, kreuzen ihre Wege und entfernen sich wieder – auch musikalisch. Diese kurzen Dialoge münden in die beiden Nonette »Prism« und »Reflection«. Statt die Spielenden wie üblich im Kreis anzuordnen, reiht Ikeda sie nebeneinander auf – wie an einer Perlenkette – und öffnet damit den Raum zum Publikum.
In »music for percussion 2« werden Gegenstände aus dem Alltag zu Instrumenten: Bücher, Tische, Bälle und die eigenen Körper verwandeln sich unter den Händen der drei Percussionist:innen Alexandre Babel, Stéphane Garin und Amélie Grould zu faszinierenden Klangobjekten.
BESETZUNG
Ensemble Modern Kammerensemble
Alexandre Babel Schlagwerk
Stéphane Garin Schlagwerk
Amélie Grould Schlagwerk
PROGRAMM
Ryoji Ikeda
Music for Strings
- Pause -
Ryoji Ikeda
Music for Percussion 2