Ich atme, also bin ich.
Mit dieser Rückbesinnung auf den Atem als das Intimste, was Menschen über Sprache, Bewegung, Berührung und Gestalten verbindet, hat die in Berlin lebende Jazz-Vokalistin, Komponistin und Produzentin Esther Kaiser ihr neuntes Album „BREATHING“ dem Atem gewidmet.
Mit ihren mal kraftvollen Songs, mal feinfühligen Balladen berührt die Stimmkünstlerin wichtige Themen wie den Protest der Frauen für Menschenrechte in Teheran. Ihr Song „The Girl Who Is Still Standing“ ist Jina Mahsa Amini gewidmet, der 2022 durch Polizeigewalt verstorbenen Iranerin, nach der jetzt ein Park in Hamburg benannt wird.
Das Album kam Ende August heraus und hat inzwischen für viel Wirbel in den Medien und unter Jazz-Fans gesorgt. In NDR Jazz wurde es zum Album des Monats September gekürt.
Eine solche Künstlerin darf bei LOST IN JAZZ nicht fehlen! Sie ist prädestiniert, unsere Frauen-Reihe zu repräsentieren, und wir freuen uns sehr, sie als Gast in der cantina fux & ganz begrüßen zu dürfen.
Die deutsche Jazz-Vokalistin Esther Kaiser gilt seit vielen Jahren als Impulsgeberin und Wegbereiterin. Schon während ihres Studiums an der Berliner „Hochschule für Musik Hanns Eisler“ machte sie sich einen Namen u.a. durch das von ihr mitbegründete Vokal-Ensemble BERLIN VOICES und als Konzertbesetzung für das Bundesjugendorchester ( BuJazzO) unter der Leitung von Peter Herbolzheimer.
Für den Ausnahme-Pianisten Alexander Wienand gehörten Jazz und „ernste“ Musik in der Improvisation untrennbar zum Inspirationsfeld. Mit seinen Projekten war er u.a. Gast bei Salzburger Mozartwochen, Beethovenfest Bonn, Musikfest Stuttgart und der Cologne Jazznight. Alexander Wienand ist Dozent für Jazzklavier an der Universität der Künste Berlin. Sein neues Album „Strangers“ mit Diego Pinera, Johannes Felscher & Uli Kempendorff erschien im Februar 2026 bei Challenge Records.
Die renommierte Bassistin Athina Kontou wuchs in Frankfurt am Main und Athen auf. Sie studierte Jazz-Kontrabass in Weimar und Leipzig sowie Musikwissenschaft in Mainz. Mit ihrer Band „Mother“ verbindet sie die Klangsprache der Musikkultur Griechenlands mit der des zeitgenössischen Jazz. Ihr 2022 erschienenes Debütalbum „ Tzivaeri“ ( nWogRecords) in den Kategorien „Weltmusik“ und „Zeitgenössischer Jazz“ sowohl für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik ald auch für den Deutschen Jazzpreis nominiert.
Der „Bauchredner der Flöte“ Tilmann Dehnhard studierte Querflöte und Saxophon an der Universität der Künste Berlin ( UdK) sowie Filmkomposition an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg. Sein Wirken kennzeichnet internationale Konzert-und Lehrtätigkeit, wie Produktionen mit Sam Rivers, Steve Lacey, Evan Parker, Alexander v. Schlippenbach, Till Brönner, Julia Hülsmann u.a.
Esther Kaiser - voc
Alexander Wienand - p
Athina Kontou - b
Tilmann Dehnhard - flute