Aus unserer Reihe WeltRaum - Internationale Gespräche: Halbzeit für Trump: Bei den Kongresswahlen im November steht viel auf dem Spiel. Wenn es einigermaßen mit rechten Dingen zugeht, deutet alles auf eine krachende Niederlage für Donald Trump und die Republikaner hin.
Damit stehen die USA vor einer brandgefährlichen Situation, denn der Präsident und seine Partei sind offenkundig nicht gewillt, die drohende Wahlniederlage zu akzeptieren. Mittlerweile ruft Trump seine Anhänger offen zum Wahlbetrug auf. Längst versuchen die Trumpisten, die Grundlagen für eine Manipulation zu legen, indem sie Misstrauen säen und Unsicherheit schüren. Ständig versucht Trump, durch neue Gesetze und präsidiale Sonderverordnungen, die Kontrolle über die Wahlen an sich zu reißen und die Regeln für deren Durchführung zu verändern – bislang ohne Erfolg, denn die Gerichte wehren sich. Aber was geschieht, wenn eine autoritäre Regierung Angst hat, Wahlen zu verlieren? Es muss sich zeigen, wie viel noch vom demokratischen System übrig ist – und vom Glauben der Amerikaner an ihre Republik.
Einen Tag nach den Midterms fragen wir, was die Ergebnisse bedeuten für die Demokratie der USA und für die Weltgemeinschaft. Für eine Einordnung steht der Historiker und Publizist Dr. Thomas Zimmer zur Verfügung. Er wird die Lage für uns analysieren, Hintergrundinformationen liefern und offen für Fragen sein.
Input und Diskussion
Dr. Thomas Zimmer – Thomas Zimmer ist Historiker und arbeitet in Hamburg als freier Autor und Publizist zur Geschichte und Gesellschaft der USA. Sein Interesse gilt insbesondere den jüngeren Entwicklungen im Konservatismus und dem Aufstieg der radikalen Rechten. Vor seiner Rückkehr nach Deutschland im Sommer 2025 lehrte er jahrelang als Professor für Internationale Geschichte an der Georgetown Universität in Washington, D. C.
Moderation
Frieda Wirtz – hbs Hamburg
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