Expert*innen aus Italien diskutieren über Erfahrungsberichte, Bilanzen und Zukunftsperspektiven einer für die Demokratie zentralen Praxis (IT mit Simultanübersetzung auf DE).
Zehn Jahre nach der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Artikel 24: Recht auf inklusive Bildung) und 50 Jahre nach der Abschaffung der Sonderschulklassen in Italien („Legge Falcucci“, 1977) stellt ein interdisziplinäres Gespräch die Entwicklung und Umsetzung schulischer Inklusion in Italien vor. Im Fokus stehen die Herausforderungen des italienischen Bildungssystems: neue universitäre Fachgebiete wie Didaktik und Pädagogik der Inklusion, spezifische Lehr- und Lernmethoden für verschiedene Behinderungen und Neurodivergenzen sowie individualisierte Bildungspläne für Schüler:innen mit Lernstörungen (DSA) oder besonderen Bildungsbedürfnissen (BES). Diese Erfahrungen lassen sich auch international nutzen – etwa durch die Verbindung inklusiver Praktiken mit neuen Technologien, multimedialen Lernformaten und KI-Anwendungen.
Es diskutieren: Sara Fortuna Weber (associate Professor Sprachphilosophie und Ästhetik, Università degli Studi Guglielmo Marconi, Rom), Filippo Gomez Paloma (Ordentlicher Professor für Didaktik und Pädagogik der schulischen Inklusion, Università degli Studi di Cassino e del Lazio Meridionale) und Massimo Leone (Ordentlicher Professor für Kommunikationsphilosophie, Kultursemiotik und Visuelle Semiotik an der Universität Turin)