Eröffnung: 19.9., 19 Uhr, mit der Künstlerin Adesuwa Aighewi --> bitte reservieren via: reservation@m-bassy.org
Mit dem interdisziplinären Ausstellungsprojekt »We Return as Rain, and Even Stones Begin to Bloom« setzt M.Bassy 2026 die Forschung zu panafrikanischen Kunst- und Wissenspraktiken fort und widmen sich dezidiert den panafrikanischen Stimmen, Visionen, Erinnerungen und Zukunftsvorstellungen von Künstlerinnen vom afrikanischen Kontinent und aus der afrikanischen Diaspora und würdigt ihr künstlerisches Schaffen als Akte matriarchaler Weltgestaltung, des Widerstands und des kollektiven Werdens.
Die Werke von Adesuwa Aighewi (*1988, USA/Nigeria/Thailand), Adama Delphine Fawundu (*1971, USA/ Äquatorialguinea/Sierra Leone) und Mónica de Miranda (*1976, Portugal/Angola) erzählen von Beziehungen, Handlungen und Wissen jenseits patriarchaler, weißzentrierter und kolonialer Gesellschaftssysteme und verstehen Fürsorge, Gesten des Beistands und des Mitfühlens, der Gemeinschaft, Naturverbundenheit und spirituelle Anbindung als politische Stärken. Sie verbinden historische und gegenwärtige Erfahrungen von Diaspora, Genderhoheiten und Intersektionalität mit der Forderung nach Selbstbestimmung, Inklusion und dekolonialen Realitäten.
Durch installative-, Video- und Text-basierte Arbeiten öffnet die Ausstellung bei M.Bassy dem Publikum einen Raum für Narrationen, Kenntnisse und Rituale, die auch heute noch – und zunehmend leider wieder mehr – marginalisiert werden. Es geht um ein ganzheitliches matriarchales Wissen, das für die Imagination und das Entwerfen von dekolonialen, solidarischen und friedlichen Welten – nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch in Europa bzw. in der Diaspora – entscheidend ist.
Die Ausstellung wird ergänzt durch ein Begleitprogramm aus einer Künstlerresidenz von Adesuwa Aighewi, die zur Eröffnung für einen Artist Talk anwesend sein wird, und zwei BIPoC-Workshops #1 & 2, die sich je in einem intimen Rahmen mit intersektionalen panafrikanischen Denken und der Notwendigkeit eines damit verbundenen sozial engagierten, feministischen und künstlerischen Aktivismus beschäftigen werden, geleitet von der feministischen Aktivistin, Autorin, Dichterin und Beraterin für Frauenrechte Jessica Horn (*1979, Großbritannien/Lesotho/Kenia) sowie von der Filmregisseurin, Kuratorin und Redakteurin Pascale Obolo (*1967, Kamerun/Frankreich).
Wir danken der Behörde für Kultur und Medien in Hamburg und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS für ihre Förderung und Unterstützung des Projektes.