Ein besonderer Sonntagvormittag: Die Hamburger Orchestergemeinschaft lädt zur Matinee in die Laeiszhalle ein. Das Publikum erwartet ein Konzert voller Kontraste, das wunderbar zur Stimmung der Jahreszeit passt – von lichter Eleganz bis hin zu packender romantischer Dramatik.
Den Auftakt macht Franz Schubert mit den vertrauten, beschwingten Melodien seiner Zauberharfe und Auszügen aus der Rosamunde-Ballettmusik. Ein wunderbar leichter, Wienerischer Einstieg, der genau die richtige Energie für den Start in den Tag mitbringt. Danach steht ein Instrument im Rampenlicht, das man viel zu selten als Soloinstrument hört: die Posaune. Im Concertino von Ferdinand David zeigt die Solistin Ann-Catherina Strehmel, wie lyrisch, weich und gesanglich dieses Instrument klingen kann. Mit seinem warmen, goldenen Klangcharakter passt das Stück perfekt zu einem gemütlichen Herbstsonntag.
Nach der Pause widmet sich das Orchester unter der Leitung von Wolf Tobias Müller noch einmal Schubert und seiner vierten Sinfonie. Obwohl der Komponist ihr selbst den Beinamen »Tragische« gab, steckt das Werk voller jugendlichem Sturm und Drang – schließlich war Schubert bei der Entstehung gerade einmal 19 Jahre alt. Die Sinfonie schlägt einen packenden Bogen von melancholischen, dunklen Farben hin zu einem kraftvollen, hellen Finale und entlässt das Publikum mit einer gehörigen Portion Energie in den restlichen Sonntag.
BESETZUNG
Hamburger Orchestergemeinschaft Orchester
Ann-Catherina Strehmel Posaune
Wolf Tobias Maximilian Müller Dirigent
PROGRAMM
Franz Schubert
Ouvertüre zu »Die Zauberharfe« C-Dur D 644 »Rosamunde-Ouvertüre«
Franz Schubert
Ballettmusik (Auszüge)
Ferdinand David
Concertino für Posaune und Orchester Es-Dur op. 4
- Pause -
Franz Schubert
Sinfonie Nr. 4 c-Moll D 417 »Tragische«