Kristian Bezuidenhout
C. Ph. E. Bach (1714–1788): Rondo c-Moll, Wq. 59/4
Joseph Haydn (1732–1809): Sonate c-Moll, Hob. XVI: 20
W. A. Mozart (1756–1791): Rondo in a-Moll K 511
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Joseph Haydn (1732–1809): Sonate g-Moll, Hob. XVI:44
W. A. Mozart (1756–1791): Sonate c-Moll K 457
C. Ph. E. Bachs Rondo c Moll bildet den Ausgangspunkt: ein Werk voller empfindsamer Kühnheit, abrupten Affektwechseln und Rhetorik - jener Ästhetik, die Haydn anregte, später ganz eigene Wege zu gehen und seinen persönlichen Ausdruck zu finden. Auf dem Hammerklavier widmet sich Kristian Bezuidenhout zwei Haydn-Sonaten in Moll. Die Sonaten c Moll Hob XVI:20 und g Moll Hob XVI:44 zeigen ihn als Erneuerer: formal kühn, harmonisch scharf konturiert, voller sprechender Details und dramatischer Energie.
Mozarts Rondo a Moll K 511 und seine Sonate c Moll K 457 zeigen die Weiterentwicklung. Beide Werke greifen jene expressive Haydnsche Mollkultur auf und führen sie in eine persönliche, fast existenzielle Tiefe. Bezuidenhout lässt so einen dramaturgischen Bogen entstehen: empfindsam, kühn und ausdrucksstark.
Copyright: Marco Borggreve