Regie Wolfgang Staudte
"Die Mörder sind unter uns" ist der erste deutsche Spielfilm der Nachkriegsgeschichte produziert durch die DEFA. Filmhistoriker und -journalisten im Verbund Deutscher Kinematheken wählten den Film 1995 zu einem der 100 wichtigsten deutschen Filme aller Zeiten.
Der Film spielt im Jahr 1945 im zerbombtem Berlin. Die junge Fotografin und Illustratorin Susanne Wallner, eine KZ-Überlebende, kehrt nach dem Krieg nach Berlin zurück. In ihrer alten Wohnung findet sie den ehemaligen Militär-Chirurgen Dr. Hans Mertens vor. Mertens leidet schwer unter seinen Kriegserlebnissen, flieht in den Alkohol und ist desillusioniert. Er hadert mit der Sinnlosigkeit des Lebens und dem Überleben. In Berlin trifft er seinen ehemaligen Hauptmann Brückner wieder, der 1942 in Polen während eines Weihnachtsfestes Zivilisten erschießen ließ. Mertens hatte vergeblich versucht, Brückner davon abzubringen. Diese Begegnung mit Brückner entfacht bei Mertens den Wunsch nach Selbstjustiz.