Eine Veranstaltung der Reihe Leben, Meschugge gut - Konzert und Lesung
„Auferstehen ist, wenn man morgens flucht, mittags lacht und abends tanzt.“ Inmitten des Alltagsirrsinns liegt die Kraft des Menschlichen. Der Abend erzählt vom Überleben durch Überdrehen – von Menschen, die in einer Welt voller Widersprüche, Enttäuschungen und Komik nicht untergehen, sondern auf ihre Weise auferstehen.
An diesem Abend geht es um das Wunder der Absurdität. Was ist das für ein Leben, in dem der Milchmann mit Gott streitet, der Friedhof swingt, das Glück eine kaputte Tür hat? Vielleicht: ein sehr wahres. Sholem Aleichem bringt den jiddischen Alltagskosmos auf die Bühne, Georg Kreisler führt ihn mit rabenschwarzem Wiener Humor weiter, während Mascha Kaléko als stille, kluge Kommentatorin dazwischenfunkt. Kurz: Wer über das Leben lacht, hat es längst überlebt.
Tikkun Olam – die „Reparatur der Welt“ – ist ein zentrales Prinzip im Judentum: die Idee, durch eigenes Handeln Verantwortung zu übernehmen und Veränderung möglich zu machen. Genau dieser Gedanke prägt das Programm. Musik und Lesung aus unterschiedlichen Zeiten und Stilen wird neu miteinander in Beziehung gesetzt – als künstlerischer Ausdruck von Mut, Resilienz und Aufbruch.