Zum ersten Mal gastiert die Magdeburgische Philharmonie im Großen Saal der Elbphilharmonie. Zwei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit erhält dieses Debüt eine besondere Symbolkraft: Ein traditionsreiches Orchester aus Sachsen-Anhalt kommt nach Hamburg, von der Elbe an die Elbe. Der Abend steht dabei für mehr als musikalische Begegnung. Er ist ein Zeichen der Verbundenheit mit den Kulturschaffenden in Sachsen-Anhalt und für die Freiheit der Kunst. Julien Chavaz, Generalintendant des Theaters Magdeburg, hat es in einem Statement des Hauses treffend formuliert: »Die Freiheit der Kunst ist kein Privileg. Sie ist ein Prüfstein der Demokratie.«
Gerade Kulturinstitutionen schaffen Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden, Neues entstehen kann und Widerspruch seinen Platz hat. Dieses Gastspiel möchte diese Freiheit feiern und zugleich die besondere Verbindung zwischen Magdeburg und Hamburg sichtbar machen.
Das Programm führt in die großen Klangwelten der Romantik. Antonín Dvořáks Cellokonzert h-Moll gehört zu den berührendsten Werken der Konzertliteratur: virtuos, sehnsuchtsvoll und von unmittelbarer emotionaler Kraft. Solist ist Sebastian Fritsch, seit 2021 Erster Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Gewinner des TONALi Cello-Wettbewerbs 2018. Damit führt zugleich eine besondere Verbindung nach Hamburg zurück. Nach der Pause erklingt Jean Sibelius’ Erste Sinfonie, ein Werk voller weiter sinfonischer Bögen, dramatischer Kraft und nordischer Klangfarben, in dem noch der Einfluss Tschaikowskys hörbar ist und zugleich bereits Sibelius’ unverwechselbare eigene Stimme hervortritt.
Die Magdeburgische Philharmonie ist das Opern- und Konzertorchester des Theaters Magdeburg, das 2025 zum »Theater des Jahres« gewählt wurde. Am Pult steht Christian Øland, Generalmusikdirektor des Theaters und Chefdirigent der Magdeburgischen Philharmonie. Bereits mit 18 Jahren wurde er in die Dirigierklasse der Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen. Sibelius ist für ihn deshalb nicht nur Repertoire, sondern Teil seiner musikalischen Herkunft.
Das Konzert entsteht in Kooperation von TheaterGemeinde Hamburg und TONALi. Beide verbindet die Idee, Menschen durch Kultur zusammenzubringen und neue Zugänge zum Konzertleben zu schaffen. So wird dieses Debüt zu einem besonderen Abend von Magdeburg nach Hamburg, von Ost nach West, von der Elbe an die Elbe und zu einem gemeinsamen Zeichen für die Freiheit der Kunst.
BESETZUNG
Magdeburgische Philharmonie Orchester
Sebastian Fritsch Violoncello
Christian Øland Dirigent
PROGRAMM
Antonín Dvořák
Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
- Pause -
Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39