Wenn fernöstliche Ritualkunst auf europäische Klangikonen trifft, entsteht ein Abend von seltener Intensität: Beim diesjährigen Martha Argerich Festival entfaltet sich in der Laeiszhalle ein faszinierender Dialog der Kulturen.
Den Auftakt bildet das poetische japanische Nō-Theater »Der Postbote von Nagasaki«, das erstmals in Deutschland zu erleben ist. Es basiert auf einer Geschichte von Peter Townsend, die von dessen Freund, dem Postboten Sumiteru erzählt, der ein Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki 1945 wurde. Der Nō-Meister Shōnosuke Ōkura ließ sich von dieser Freundschaft inspirieren und kreierte anlässlich des 80. Gedenktages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima dieses neue Stück, das in einer eigens für Hamburg erarbeiteten Fassung zu erleben sein wird. Nach der Pause schlägt der Abend eine Brücke zu Ludwig van Beethoven: Mit elektrisierender Präsenz setzen Martha Argerich und Maxim Vengerov ihr bei der »Opening Night« begonnenes Projekt fort und widmen sich zwei seiner leidenschaftlichen Violinsonaten.
»Japan trifft auf Beethoven I« ist ein außergewöhnliches Konzerterlebnis zwischen Stille und Sturm, Tradition und Virtuosität – ein Abend, der lange nachklingt.
BESETZUNG
Yasushi Umewaka Schauspieler
Shingo Kato Schauspieler
Haruhiko Hasegawa Gesang
Shonosuke Okura Ōtsuzumi
Maxim Vengerov Violine
Akane Sakai Klavier
Martha Argerich Klavier
PROGRAMM
»Japan trifft auf Beethoven I«
»Der Postbote von Nagasaki« (Japanisches Nō-Theater) sowie Violinsonaten von Ludwig van Beethoven Violinsonaten
- Pause -
Ludwig van Beethoven
Zwei Sonaten für Violine und Klavier