TV-Star Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 beleuchten den Untergang der Weimarer Republik – mit besonderem Blick auf Pinneberg. Literatur, Musik und Zeitgeschichte. Eintritt frei.
Am 30. Oktober 2025 wurden Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 für ihre künstlerische Erinnerungsarbeit mit dem Hans-Frankenthal-Preis 2025 der Stiftung Auschwitz-Komitee ausgezeichnet.
In ihrem neuen Programm „Deutschland, siehst du das nicht?“ zeichnen die Künstler die dramatische Schlussphase der Weimarer Republik zwischen 1929 und 1933 nach. Literatur, Musik und Zeitgeschichte verbinden sich zu einem eindringlichen Abend über Demokratieverlust, gesellschaftliche Radikalisierung und kulturelle Blüte unmittelbar vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten.
Roman Knižka liest Texte unter anderem von Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Mascha Kaléko und Bertolt Brecht sowie zeitgenössische Reportagen und Tagebücher. Ein besonderer Schwerpunkt des Abends liegt auf Hamburg und Pinneberg: Ein eigenes Kapitel beleuchtet, wie die Menschen der Region die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche jener Jahre erlebten.
Das Bläserquintett OPUS 45 mit Musikerinnen und Musikern der Hamburgischen Staatsoper, des Beethoven Orchesters Bonn, der NDR Radiophilharmonie Hannover und der Dresdner Philharmonie präsentiert die musikalische Vielfalt der Epoche mit Werken von Hanns Eisler, Kurt Weill, Erwin Schulhoff, Jean Françaix und Paul Juon. Daneben erklingen Schlager und Tanzmusik jener Jahre von Cole Porter bis zu den Comedian Harmonists.
Ein Abend über das Scheitern der ersten deutschen Demokratie – und über die Frage, welche Lehren wir daraus heute ziehen müssen.