Im ausgehenden 19. Jahrhundert war Salpeter so begehrt, dass um den Rohstoff sogar Kriege geführt wurden. Bei der Herstellung von Sprengstoff, vor allem aber als Düngemittel entwickelte sich Salpeter zum Importschlager in ganz Europa. Frachtsegler wie die PEKING wurden für die Salpeterfahrt gebaut und brachten diesen säckeweise von der südamerikanischen Küste in die europäischen Hafenstädte. So wurden auch Hamburger Reedereien wie Laeisz oder Sloman zu Protagonistinnen des Salpeterhandels. In der Hamburger Innenstadt zeugen noch heute repräsentative Kontorhäuser von ihrem Reichtum. Mindestens genauso steht der Salpeterhandel aber für die Ausbeutung eines Rohstoffs, die menschenunwürdige Behandlung der Salpeter-Arbeiter und deren Widerstand gegen koloniale Machtpraktiken. Im Rahmen dieses Stadtrundgangs sollen die Geschichte des Salpeterhandels in Hamburg und seine Folgen beleuchtet werden. Zunächst gehen wir auf Spurensuche in der Hamburger Innenstadt. Im Anschluss fahren wir gemeinsam mit dem ÖPNV ins Deutsche Hafenmuseum und besichtigen die Viermastbark PEKING. Der Rundgang findet jeweils von 12 bis 16 Uhr an folgenden Tagen statt: 29. Mai | 18. September 2026 Guide: Anna Prochotta SO ERHALTEN SIE IHRE KARTEBitte buchen Sie ein Ticket über unseren Onlineshop. Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihr gewünschtes Datum sowie die passende Uhrzeit ausgewählt haben. Pro Buchungsvorgang können bis zu sechs Personen angemeldet werden. Sollte die Meldung "Wenige Tickets" angezeigt werden, stehen weniger als sechs Tickets zur Verfügung. Bei Fragen zur Buchung wenden Sie sich bitte an: buchungsvorgang@deham.shmh.de ZUM ABLAUF DER FÜHRUNGENTreffpunkt ist 15 Minuten vor Führungsbeginn im Innenhof des Chilehauses (Fischertwiete). Endpunkt ist das Deutsche Hafenmuseum. Dauer: ca. 4 Stunden Die Teilnehmer*innen sollten eine gute Kondition haben und gewohnt sein, längere Strecken zu gehen. Die Kosten für den ÖPVN sind nicht im Eintrittspreis inkludiert und von den Teilnehmer*innen zusätzlich zu leisten. Die Teilnehmerzahl pro Rundgang ist auf 20 Personen beschränkt. Die PEKING ist derzeit noch nicht barrierefrei zugänglich. Personen mit eingeschränkter Mobilität wird die Teilnahme an den Rundgängen daher nicht empfohlen. Rollatoren, Rollstühle, Kinderwagen, Buggies o. ä. können nicht mitgeführt werden. Da die Rundgänge im Freien stattfinden, denken Sie bitte ggf. an wetterfeste Kleidung und/oder Sonnenschutz. Kosten: 15 Euro (inkl. Besuch des Hafenmuseums und der PEKING) Auf der PEKING muss festes Schuhwerk getragen werden und aus Sicherheitsgründen dürfen nur Menschen ab einer Körperhöhe von 1,20 m teilnehmen.
Salpeterhandel in Hamburg Ausstellungsführungen
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