Eine Veranstaltung der Reihe Sarah McKenzie | Nica Jazz Club
Sarah McKenzies eingängiger Stil, ihr ausgefeiltes Songwriting und der ausgeprägte Sinn für Swing kreiert einen warmen Sound, der an Blossom Dearie und Diana Krall erinnert. Mit ihrem aktuellen Album „Without You“ greift McKenzie brasilianische Themen auf, wofür sie auf der ganzen Welt hoch gelobt wurde und mehrere Auszeichnungen erhielt.
Diese krampfhaft konstruierten Bezüge zu Diana Krall lächelt sie aber stets souverän weg. Klar beherrscht die Australierin die betörende Kombination, sowohl singen wie auch Klavier spielen zu können. Aber die Leute sollten mitnichten den Fehler begehen, sie deswegen mit Krall zu vergleichen. Denn Sarah McKenzie schreibt ihre ganz eigene Geschichte. Diese verfügt über Kapitel, die in Brasilien, Japan, Korea und den USA sowie auf allen bekannten Festivals spielen. Die in Melbourne geborene Musikerin lebt in London und hat sich im vergangenen Jahrzehnt in die absolute Weltspritze des gesungenen Mainstreamjazz katapultiert. Sie verleiht Standards mit ihrem traumhaften Timbre ebenso eine eigene, frische Note, wie brasilianischen Bossa Nova-Songs oder entrückten Balladen, ganz zu schweigen von ihren eigenen Stücken.
Dass Sarah McKenzie bei ihrem Nica-Debüt von grandiosen Musikern begleitet wird, erhöht den Genussfaktor um ein Vielfaches. Denn diesmal gibt es eine Überdosis Swing, und das völlig legal.