bei der Übertragung von Terror- und Gewaltakten. Welche Funktionen können Medien hier übernehmen und wo liegen Grenzen? Der Regisseur greift dabei die mora li schen Fragen auf, die sich Medien immer stellen. Darf man berichten? wann? Und wann nicht (mehr)? Jour na listen brauchen die Fähigkeit zum Abwägen und dafür im Zweifel zu berichten. Dies ist auch die Fähigkeit und Bereit schaft zum Schuldig-Werden des Menschen, die ein Teil des Lebens ist. Es gibt hier viele kleine spre chende Details und immer wieder das Einbre chen des Alltags in den Ausnah me zu stand: Ist es in Ordnung, Wörter wie »Terro rismus« und »Guerilla« zu verwenden? Was tun, wenn die Live-Kameras Bilder von erschos senen Menschen einfangen? Und geben die ABC-Leute ihr Film ma te rial an die Konkur renz von CBS weiter, um zu verhin dern, dass der Sender seinen Platz auf dem einzigen (!!) Satel liten bean sprucht? Sie tun es, aber nur, weil ein Techniker einen Trick findet, wie er »ABC« fest in das Sendebild einblenden kann. Fehlbaum zeigt uns, wie diese Bilder und wie Fernsehen damals ganz haptisch gemacht wurde: Mit analoger Technik. Filme mussten zum Beispiel immer erst noch entwi ckelt werden. »München ’72« war der erste live über tra gene Terror an schlag. Bis zu 900 Millionen Menschen haben ihn gesehen. Veranstalter: Wandelbilder - Jonas Stieper
SEPTEMBER 5 (Tim Fehlbaum, D 2024) 91 Min. - OmU Weltmusik
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