Musik, Talk, Performance, Wort & Workshop. Intersektionales, queerfeministisches Festival für sexuelle Utopie.
Das »SUPERZART* Festival« lädt ein. 12 Stunden. 2 Bühnen.
Beim großen Festival »SUPERZART* wider die Einsamkeit« kommen Künstler*innen und Denker*innen zusammen, um gnadenlos naiv und radikal konkret Utopien auszumalen.
Wie kann eine selbstbestimmte, freie und gerechte Welt für ALLE aussehen?
Wie können wir unser Zusammenleben neu denken, um in nachhaltiger Verbundenheit Strukturen gegen die Vereinzelung und Vereinsamung der Gesellschaft zu stärken.
»SUPERZART*« wird das Thema Einsamkeit künstlerisch, musikalisch, wissenschaftlich, soziologisch, psychologisch und aktivistisch in den Blick nehmen, um gemeinsam nach konstruktiven, nachhaltigen Wegen aus der Angst, der Scham und der Vereinzelung zu suchen.
Wie konnte es passieren, dass wir unsere Gesellschaft so eingerichtet haben, dass so viele Menschen unter Vereinzelung leiden? Die WHO hat Einsamkeit als globales Gesundheitsrisiko eingestuft, da jeder sechste Mensch auf der Welt einsam ist und sich das Risiko von Hirnschlägen, Herzinfarkten, Diabetes, Depressionen, Angstzuständen und Selbstmord erhöht.
Wir leben in einer patriarchalen, kapitalistischen und heteronormativen Gesellschaft, die unser Zusammenleben strukturiert. Die Konzentration auf Klein-und Kernfamilien und romantische Paarbeziehungen führen oft in die Vereinzelung. Ebenso generiert sie ein kaum hinterfragtes Konstrukt der Fürsorge durch Frauen*, die für sämtliche Care-Arbeit Verantwortung übernehmen. Getragen und gefördert wird dieses System durch das Zusammenspiel von Politik, Medien, Kultur, Institutionen und Individuen.
Viele marginalisierte Menschen und Communities erleben in diesem sexistischen, armuts-und menschenfeindlichen System Unterdrückung und Exklusion. Fehlende Teilhabe und Anerkennung führen ebenso in die Vereinzelung.
Daraus ergibt sich, dass Solidarität und ein emotionaler Austausch über die Erfahrungen und Lebensrealitäten verhindert werden.
Was würde also passieren, wenn wir dabei nicht weiter mitmachen, wenn wir scharf analysieren, dekonstruieren und Machtverhältnisse hinterfragen, die uns in die Einsamkeit führen? Was würde passieren, wenn wir uns miteinander, wehrhaft und widerständig verbünden? Was wäre, wenn wir Verantwortungsgemeinschaften neu definieren würden und heteronormative, romantische Liebe in unserer Gesellschaft keine Vormachtstellung mehr hätte? Welche gesellschaftlichen Strukturen fehlen, welche müssen gestärkt werden, um Wege aus der Einsamkeit gehen zu können? Wie sähe eine konkrete Utopie einer Gesellschaft ohne Einsamkeit aus?
Mitwirkende: Das Programm wird in Kürze veröffentlicht!
Das Festival ist für Menschen ab 13 Jahren.
Ab 22.00 Uhr: »AFTERGLOW Tanzen gegen die Einsamkeit« in der Kantine