Im Rahmen des Tags des Denkmals Hamburg findet im denkmalgeschützen Park Planten un Blomen die Aufführung „The Circle of Nature“ statt. Hierbei handelt es sich um eine theatrale Performance von und mit Peter Trabner über das Verhältnis von Mensch und Natur, über Kreisläufe und die Verbindung des Menschen mit der lebendigen Welt.
Die Grundlage bildet das Dramenfragment „Der Tod des Empedokles“ von Friedrich Hölderlin. Der Text entstand 1797, blieb unvollendet und galt lange als unspielbar. Gerade diese Offenheit ist Ausgangspunkt der Inszenierung. Dieses Stück gilt allgemein hin als erstes Umweltdrama und wurde noch vorm großen CO2 Anstieg. Gespielt wird mit einem Olivenbaum, der als Anspielpartner und zugleich als Repräsentant der Natur fungiert. Die Inszenierung verbindet klassische Theatertexte, Alltagssprache, freie Improvisation und absurde Assoziationsketten. Im Zentrum stehen Fragen nach Verantwortung, Scheitern und dem Verhältnis von Mensch und Umwelt.
Empedokles (ca. 495–435 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph, Dichter und Naturdenker der auf Sizilien lebte. Der Legende nach sprang er in den Ätna, um Teil des Ganzen zu bleiben. Dieser Gedanke wird in die Gegenwart übertragen: Der Mensch ist heute überall eingeschrieben, wie Plastik in den Weltmeeren.
Ein Stück so klarsichtig wie das Wasser aus den Quellen, „wo still die Wasser sich sammeln und die Dürstenden am heißen Tage sich erfrischen“. nach Hölderlin. Genau dieses Bild wird heute von einer Lebensmittelfirma mit dem Vogelnest vermarktet. Ein Versprechen von Reinheit, Fürsorge und Natur. Und genau darin liegt die Ironie. Dieses Bild suggeriert Natürlichkeit, Natur wird zur Marke, zur Ware, zur beruhigenden Erzählung für ein System, das weiter ausbeutet, abfüllt und verkauft.
Wann? 14 - 15 Uhr
Wo? Treffpunkt beim Teehaus Wallanlagen