Artem Belogurov, Fortepiano (Amsterdam)
Ein absolut einmaliges Erlebnis: C.P.E. Bach, Mozart und Beethoven, gespielt auf einem Instrument aus der Zeit. Neue Welten öffnen sich!
Artem Belogurov ist ein Musiker mit einem breiten Repertoire, das vom 17. bis zum 21. Jahrhundert reicht. Er spielt auf einer Vielfalt von Tasteninstrumenten: historisches Klavier (Fortepiano), Cembalo, Clavichord, modernes Klavier und Orgel, gelegentlich auch Tangentenflügel und Dulcitone. Er hat u.a. im Lincoln Center, im Concertgebouw und in der Wigmore Hall konzertiert und für renommierte Labels wie z.B. BIS, Challenge Records und Berlin Classics aufgenommen.
Geboren wurde er in Riga (Lettland) und aufgewachsen ist er in Odessa (Ukraine). Mit 18 Jahren zog er nach Boston, USA und studierte dort Klavier am New England Conservatory. Seit 2014 ist er in Amsterdam ansässig, wo er Fortepiano und Clavichord studierte und sein Studium 2016 cum laude abschloss.
Zum Programm
Das heutige Programm wird auf einem Fortepiano gespielt. Es wurde von Ulrich Weymar (Hamburg) nach Stein, Augsburg 1788, gebaut.
Beim Hammerklavier ist fast alles anders als beim modernen Klavier: die Dicke der Saiten, der Anschlagmechanismus, die Gestaltung des Resonanzbodens und vieles mehr. Im Gegensatz zum modernen Konzertflügel kann man hier deutlich drei Register wahrnehmen: Diskant, Mitte und Bass. An ihnen muss sich die Technik des Spielers ausrichten.
Die für die Entstehungszeit entscheidende Einheit von Komposition und Instrument wird durch das Spiel auf dem Fortepiano erst wirklich deutlich. Artikulation und Dynamik bekommen ganz neue Bedeutungen, basierend auf der originalen Spielpraxis. Die grundlegende Änderung war der „Hammermechanismus“: die Saiten wurden jetzt angeschlagen und nicht gezupft (Cembalo) oder geblasen (Orgel). Hierdurch war ein starker laut-leise Effekt (forte-piano) möglich. Es dauerte aber noch mehr als hundert Jahre, bis das Klavier die Merkmale bekam, die es bis heute weitgehend hat.
Das Programm führt von Carl Philipp Emanuel Bach (gestorben in Hamburg 1788 – das Jahr der erneuten Einweihung unseres Klosters) über Mozart zu Beethoven. Die sogenannte „freie Fantasie“ von C.P.E. Bach war eine Inspiration sowohl für Mozart als auch für Beethoven in seinem Op. 34. Die Klänge von Artem Belogurov werden erstaunen und bezaubern.