„Meine Lebensgeschichte ist ein einziger endloser Rekord im Nestbau und Nestverlassen.“ Dieser „Juckreiz der Rastlosigkeit“ ließ Martha Gellhorn ihr ganzes Leben lang nicht los. Sie durchreiste und durchraste die Welt, um die Schönheiten der Orte zu verschlingen, die Intensität des Lebens bis in die Tiefen auszuloten und nicht zuletzt, um über das Erlebte zu schreiben. Vielen ist der Name Martha Gellhorn vor allen Dingen im Zusammenhang mit Ernest Hemingway ein Begriff, dessen Ehefrau sie für ein paar Jahre war. Gegen eine Reduzierung auf diese Rolle hat sie sich ein Leben lang gewehrt. Trotzdem ist eine ihrer aufregendsten und prägendsten Lebensabschnitte mit seinem Namen verbunden: die Zeit des Spanischen Bürgerkriegs. Als furchtlose Kriegsberichterstatterin verschaffte sie sich hohes Ansehen in einer Domäne, die fast ausschließlich Männern vorbehalten war. Dass Martha Gellhorn als radikale Pazifistin ihr ganzes Leben lang von Kriegsschauplätzen berichtet hat, gehört zu den zahlreichen Widersprüchen ihres Lebens. 1908 in Missouri geboren und 1998 in London gestorben, war Gellhorn aber nicht nur eine brillante Reporterin. Sie hat Romane, Novellen und unzählige Briefe hinterlassen. Sie erzählt von der Zerbrechlichkeit des Glücks und der Gefährdung menschlichen Zusammenlebens mit heiterer Melancholie und umwerfend feinem Humor.
Theater! Theater! - Maria Hartmann präsentiert Martha Gellhorn | Als Gast Daniela Ziegler Lesungen
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