Nach der ausverkauften Premiere und bundesweiter Resonanz kehrt „TIMMY – Die Hope stirbt zuletzt“ für einen weiteren Abend ins Ernst Deutsch Theater zurück.
Warum können einzelne Geschichten eine ganze Gesellschaft in ihren Bann ziehen? Warum werden manche Ereignisse zu Symbolen, während anderes Leid kaum vergleichbare Aufmerksamkeit erfährt? Und weshalb entstehen aus Nachrichten plötzlich Rituale, Hoffnungen und Erzählungen, die weit über das eigentliche Ereignis hinausweisen?
Ausgehend vom Fall des Buckelwals Timmy verbindet „Die Hope stirbt zuletzt“ Theater, Musik und Gespräch zu einer öffentlichen Selbstbefragung über Empathie, Aufmerksamkeit und die Geschichten, an die wir glauben.
Theater: PASSION TIMMY
Zwischen Weihrauch, KI-Pop, dokumentarischen O-Tönen und religiösen Ritualen erzählt die Performance die Geschichte des Buckelwals Timmy als moderne Passionsgeschichte. Sie fragt nicht nur, was mit einem Wal geschah, sondern warum dieses Ereignis Millionen Menschen bewegte – und was das über unsere Gegenwart erzählt.
Die Performance versteht sich dabei nicht als Kommentar zur Debatte, sondern als eigenständige künstlerische Auseinandersetzung. Sie eröffnet Fragen, die im anschließenden Gespräch weitergedacht werden.
Gespräch
Im Anschluss folgt ein neu konzipiertes Podium mit wechselnden Gästen aus Wissenschaft, Journalismus, Kultur und Gesellschaft.
Im Mittelpunkt steht nicht die Performance selbst, sondern die größere Frage, die sie aufwirft:
Warum bewegt uns das Schicksal eines einzelnen Wesens so tief, während strukturelles Leid oft unsichtbar bleibt? Welche Rolle spielen Bilder, Medien, religiöse Motive und gesellschaftliche Erzählungen dabei? Und was verrät der Fall Timmy über die Art, wie wir fühlen, hoffen und Verantwortung übernehmen?
Das Podium versteht sich als eigenständiger Teil des Abends – als öffentlicher Denkraum, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Die Gäste des September-Termins werden in Kürze bekannt gegeben.