Ein Wal strandet. Millionen Menschen verfolgen sein Schicksal. Es wird gehofft, diskutiert, getrauert, demonstriert und gestritten – warum eigentlich?
In „Die Hope stirbt zuletzt“ wird ein Ausnahmezustand zum Ausgangspunkt einer wilden Mischung aus Performance, Konzert, Messe und öffentlicher Selbstbefragung.
Theater: PASSION TIMMY
Zwischen Weihrauch, KI-Pop, dokumentarischen O-Tönen und religiösen Ritualen erzählt der Abend die Geschichte des Buckelwals Timmy als moderne Passionsgeschichte und hinterfragt dabei unsere Sehnsucht nach Bedeutung in einer überreizten Gegenwart.
Gespräch: Dr. Kirsten Tönnies, Anna Schubert & Hendrik Haßel
Im Anschluss findet ein Gespräch mit Dr. Kirsten Tönnies, Anna Schubert und Hendrik Haßel statt. Als Tierärztin begleitete Tönnies die Ereignisse um Timmys Bergungsversuch vor Ort und wurde zu einer der bekanntesten Stimmen der öffentlichen Debatte. Schubert und Hassel stehen derzeit im Zentrum eines vielbeachteten Verfahrens, nachdem sie Aufnahmen aus Schweinebetrieben öffentlich gemacht haben.
Gemeinsam sprechen wir darüber, warum das Schicksal eines einzelnen Wals Millionen Menschen bewegen kann, während das Leid unzähliger anderer Tiere kaum vergleichbare Aufmerksamkeit erfährt. Was verrät dieser Widerspruch über unser Verhältnis zu Tieren, Natur und Verantwortung – und über die Geschichten, die wir erzählen, um Mitgefühl zu organisieren?
Konzert: Tulpe
Zum Abschluss spielt die Berliner Band Tulpe ein Konzert. Mit ihrem Kultsong „Sprengt den Wal“, der zeitweise Platz 1 der deutschen Spotify-Charts erreichte, kommentierte die Band den Timmy-Hype schon früh absurd treffend.
Ein Abend über einen Wal.
Und über all das, was wir in ihn hineingelesen haben.