Über Krisen, politische Handlungsfähigkeit und die Zukunft der liberalen Demokratie
Das liberale Gesellschaftsmodell steht unter Druck. Stabile politische Mehrheiten werden schwieriger und traditionelle Parteibindungen lösen sich. Die jüngsten Landtagswahlen zeigen, wie grundlegend sich die politische Landschaft verändert hat. Zugleich werfen gesellschaftliche Polarisierung und schwindendes Vertrauen in demokratische Institutionen die Frage auf, wie eine Ordnung zukunftsfähig gemacht werden kann, die auf Freiheit, Pluralismus und Interessenausgleich beruht.
Wie kann die liberale Gesellschaft die wachsenden gesellschaftlichen Spannungen ausgleichen? Was bleibt von der viel beschworenen politischen Mitte, und welche Ideen und Zukunftsentwürfe kann sie anbieten? Welche Rolle spielen Politik und Medien bei der Wahrnehmung und Zuspitzung gesellschaftlicher Konflikte? Und wie kann demokratische Politik angesichts vielfältiger Krisen und widerstreitender Erwartungen wieder handlungsfähig werden?
Darüber diskutieren die Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang und der Soziologe Steffen Mau, die gemeinsam das Buch „Der große Umbruch“ veröffentlicht haben, sowie der ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Den Abend moderiert die SPIEGEL-Autorin Susanne Beyer.